Limit-Order

Anfänger
Aktualisiert Aug 26, 2026

Was ist eine Limit-Order?

Eine Limit-Order ist der Auftrag, ein Asset zu einem bestimmten Preis oder besser zu kaufen oder zu verkaufen. Der Trader behält damit die Kontrolle über den Ausführungspreis.

Anders als eine Market-Order, die sofort zum besten verfügbaren Preis ausgeführt wird, wird eine Limit-Order erst dann ausgeführt, wenn der Markt das festgelegte Preisniveau erreicht. Bewegt sich der Kurs nie dorthin, bleibt die Order unausgeführt.

So funktionieren Limit-Orders

Wenn ein Trader eine Limit-Order platziert, legt er fest, zu welchem Preis er ein Asset kaufen oder verkaufen möchte. Bei einer Limit-Kauforder liegt dieser Preis auf oder unter dem aktuellen Marktpreis, und die Order wird nur ausgeführt, wenn der Marktpreis auf dieses Niveau oder darunter fällt. Bei einer Limit-Verkaufsorder liegt er auf oder über dem aktuellen Marktpreis, und die Ausführung erfolgt nur, wenn der Marktpreis auf dieses Niveau oder darüber steigt.

Erreicht der Markt den festgelegten Preis, wird die Order ausgelöst und zu diesem Preis oder besser ausgeführt. Eine Garantie für die Ausführung gibt es allerdings nicht. Kommt es nicht dazu, bleibt die Limit-Order offen, bis der Trader sie storniert oder ihre Gültigkeit abläuft.

Limit-Orders helfen Tradern, Slippage zu vermeiden. Von Slippage spricht man, wenn der Ausführungspreis wegen geringer Liquidität oder schneller Marktbewegungen vom erwarteten Preis abweicht. Wer mittels einer Limit-Order einen festen Ausführungspreis vorgibt, kann seine Ein- und Ausstiege präziser steuern.

Limit-Orders im Kryptohandel

An den hochvolatilen Kryptobörsen kommen Limit-Orders häufig zum Einsatz. Trader legen damit ihre gewünschten Ein- und Ausstiegspunkte fest, was gerade bei starken Kursschwankungen nützlich ist.

Gerade in weniger liquiden Märkten erhöhen Limit-Orders zugleich die Marktliquidität, denn eine offene Limit-Order liegt als verbindliches Kauf- oder Verkaufsangebot zu einem festen Preis im Orderbuch. Trader setzen sie in unterschiedlichen Strategien ein, etwa beim Swing-Trading, beim Range-Trading und bei der Arbitrage. Eine Stop-Limit-Order verbindet zwei Vorgaben: Erreicht der Kurs den zuvor gesetzten Stop-Preis, wird automatisch eine Limit-Order zum ebenfalls festgelegten Limit-Preis im Orderbuch platziert. So lässt sich genauer steuern, unter welchen Bedingungen die Order ausgeführt wird.