Aktives Management
Aktualisiert Aug 20, 2026 Aktives Management ist eine Anlagestrategie, bei der Fondsmanager oder Trader Vermögenswerte häufig kaufen und verkaufen. Sie verfolgen dabei das Ziel, einen
Marktindex oder eine Benchmark zu übertreffen.
Der Ansatz wird auch als aktives Anlegen bezeichnet und zielt darauf ab, sowohl in
Bullen- als auch in
Bärenmärkten von Kursbewegungen zu profitieren. Aktive Fondsmanager suchen gezielt nach Ineffizienzen im Markt und setzen darauf, mit ihren Positionen eine Zielrendite zu erreichen oder einen Referenzindex wie den S&P 500 zu schlagen. Für einzelne Anleger bedeutet aktives Management schlicht, Vermögenswerte häufig zu kaufen und zu verkaufen, sobald sich aus ihrer Sicht eine Gelegenheit bietet.
Grundlage sind in der Regel eigene Analysen, Marktprognosen und Anlageentscheidungen, die der Manager nach eigenem Urteil trifft. Wer so vorgeht, ist überzeugt, falsch bewertete Vermögenswerte aufspüren und damit eine höhere Rendite erzielen zu können als der breite Markt. Die
Effizienzmarkthypothese (EMH) hält das für ausgeschlossen. Ihr zufolge enthält der aktuelle Kurs eines Vermögenswerts bereits alle verfügbaren Informationen, sodass kaum ausnutzbare Ineffizienzen bleiben.
Entsprechend hängt der Erfolg einer aktiven Strategie stark vom Können und Urteilsvermögen des Managers ab und davon, wie treffsicher er den Markt einschätzen kann. Aktive Manager beobachten Markttrends deshalb genau, um ihre Trades besser zu timen. Ein Erfolg lässt sich damit jedoch nie garantieren, und auch erfahrene Manager bleiben mitunter hinter dem Markt zurück.
Die wichtigste Alternative zum aktiven Management ist passives Anlegen, häufig auch als Indexanlage bezeichnet. Bei einer passiven Strategie wird ein langfristiges Portfolio aufgebaut, das nicht laufend umgeschichtet wird. Stattdessen wird die Wertentwicklung eines Index nachgebildet, wodurch persönliche Fehleinschätzungen bei der Auswahl einzelner Vermögenswerte weniger ins Gewicht fallen. Umgesetzt wird dieser Ansatz vor allem über Investmentfonds und
börsengehandelte Fonds (ETFs).
Aktives Management ist in der Regel mit mehr Handelsaktivität, höheren Kosten und einem höheren Risiko verbunden. Die Verwaltungsgebühren liegen folglich über denen passiver Strategien. Historisch betrachtet hat die große Mehrheit der aktiven Fonds ihre Benchmark-Indizes über lange Zeiträume hinweg nach Abzug der Gebühren nicht übertroffen. Das ist einer der Gründe für das wachsende Interesse an kostengünstigen passiven Strategien. Attraktiv bleibt aktives Management vor allem für Anleger, die gezielt bestimmte Chancen oder Nischenmärkte abdecken möchten.