US-Investoren wenden sich von Bitcoin- und Ethereum-ETFs ab
Die US-Spot-Bitcoin- und Ethereum-ETFs verzeichnen weiterhin Abflüsse, weil Anleger Geld in internationale Aktienfonds umschichten. Beide Krypto-ETFs hatten im Jahr 2026 bisher nur zwei Wochen mit Zuflüssen.
Diese Entwicklung erfolgt, da die Renditen für US-Staatsanleihen steigen, der Arbeitsmarkt in den USA stark bleibt und internationale Aktienfonds Rekordzuflüsse erhalten.
Kapital strömt in internationale ETF-Märkte
In den letzten Wochen gerieten US-Spot-Bitcoin-ETFs klar in die Netto-Abfluss-Zone. Das gesamte Vermögen fiel von fast 115 Mrd. USD auf ungefähr 83 Mrd. USD.
Bei den Ethereum-ETFs ist der Rückgang sogar noch stärker: Hier sanken die Werte von rund 18 Mrd. USD auf etwa 11 Mrd. USD.
Das sind keine zufälligen Kursschwankungen. Es zeigt: Geld verlässt diese Anlageklasse.
US-Bitcoin-ETFs wöchentlicher Zufluss im Jahr 2026. Quelle: SoSoValue
Gleichzeitig verzeichnen internationale Aktien-ETFs ihre stärksten Zuflüsse seit Jahren.
Im Januar gab es Rekordzuweisungen an Fonds außerhalb der USA. Diese Fonds erhielten etwa ein Drittel der gesamten ETF-Zuflüsse, obwohl sie nur einen kleinen Anteil am Gesamtvermögen haben.
Das zeigt eine große Umschichtung.
Institutionelle Anleger verringern offenbar ihre Anteile an beliebten US-Wachstumswerten – dazu zählt auch Krypto – und investieren ihr Geld in günstigere Märkte im Ausland, weil sich die wirtschaftliche Lage dort verbessert.
Inzwischen sorgten starke US-Arbeitsmarktdaten für steigende Staatsanleihenrenditen. Höhere Renditen verschärfen die finanziellen Bedingungen und machen Anleihen attraktiver im Vergleich zu riskanteren Anlagen.
Bitcoin und Ethereum, die als risikoreiche und liquide Krypto-Anlagen gelten, schwächeln oft, wenn Geld in sicherere oder renditestarke Anlagen umgeschichtet wird.
All das stellt einen strukturelles Gegenwind für Krypto dar.
Internationale ETF-Markt Nettozufluss im vergangenen Jahr. Quelle: ETF Trends
Krypto-ETFs waren im Jahr 2024 eine große Nachfragequelle und haben durch ständige Zuflüsse die Kurse nach oben getrieben.
Jetzt dreht sich dieser Mechanismus um. Statt Kursanstiege zu verstärken, dienen ETFs nun eher als Verkaufskanäle.
Die langfristige Krypto-Idee bleibt davon jedoch unberührt. Dennoch verschlechtert sich die Liquidität im kurzfristigen Bereich.
Solange die Umschichtung von Kapital anhält oder sich die wirtschaftlichen Bedingungen nicht verbessern, könnten weitere ETF-Abflüsse Bitcoin, Ethereum und den gesamten Krypto-Markt weiterhin belasten.
Binance hat mindestens fünf Mitglieder seines Compliance-Teams entlassen, nachdem sie intern auf mehr als 1 Mrd. USD an Transaktionen hingewiesen hatten, die angeblich mit iranischen Unternehmen verbunden waren, laut Fortune.
Diese Transaktionen sollen zwischen März 2024 und August 2025 stattgefunden haben. Wie berichtet, wurden sie mit Tethers USDT-Stablecoin über die Tron-Kette abgewickelt.
USDT auf Tron: Wiederholt sich Iran-Muster?
Die Entlassungen sollen Ende 2025 begonnen haben. Einige der entlassenen Mitarbeitenden hatten zuvor bei Strafverfolgungsbehörden gearbeitet und bekleideten leitende Ermittlungspositionen.
Fortune berichtete, dass in den letzten Monaten mindestens vier weitere leitende Compliance-Mitarbeitende ebenfalls das Unternehmen verlassen haben oder zum Weggang gedrängt wurden.
Die gemeldeten 1 Mrd. USD an Bewegungen wurden in USDT abgewickelt und liefen über das Tron-Netzwerk. Diese Kombination tauchte zuletzt häufiger bei Sanktionsmaßnahmen wegen Aktivitäten mit Iran-Bezug auf.
Zu Beginn des Monats sanktionierte das US-Finanzministerium die beiden in Großbritannien registrierten Krypto-Börsen Zedcex und Zedxion. Angeblich haben diese Börsen fast 1 Mrd. USD an Transaktionen bearbeitet, die mit dem Islamischen Revolutionsgardenkorps (IRGC) des Iran verbunden sind.
Laut OFAC und Blockchain-Analysen, die von TRM Labs und Chainalysis zitiert wurden, lief ein Großteil dieser Aktivitäten ebenfalls über USDT auf Tron.
Unabhängig davon berichtete BeInCrypto im Januar, dass die iranische Zentralbank mehr als 500 Mio. USD in USDT gekauft hat, weil der iranische Rial unter Druck steht. Das Blockchain-Analyseunternehmen Elliptic erklärte, dass diese Käufe vermutlich dazu dienten, außerhalb des klassischen Bankensystems eigene Liquidität in harter Währung zu sichern und so eine Art parallele Dollarreserve zu schaffen.
Insgesamt zeigen diese Fälle, dass Stablecoins – vor allem USDT – inzwischen eine zentrale Rolle bei grenzüberschreitenden Finanzen mit Iran-Bezug spielen.
Wie Irans Zentralbank im Jahr 2025 regelmäßig USDT erhielt. Quelle: Elliptic
Binance hat bisher nicht öffentlich bestätigt, dass die angeblichen Transaktionen mit Iran-Bezug gegen Sanktionsgesetze verstoßen haben. Ebenfalls hat bisher keine Aufsichtsbehörde bekanntgegeben, dass es deswegen neue Maßnahmen gegen das Unternehmen gibt.
Allerdings geschieht dies in einer Zeit, in der Stablecoins und die Rolle der Börsen in internationalen Sanktionssystemen immer stärker beobachtet werden.
3-Mrd.-USD-Kreditriese testet Bitcoin im Hypothekensystem – so funktioniert’s
Eine strukturierte Kreditgesellschaft aus den USA erweitert die Grenzen der traditionellen Finanzwelt (TradFi), indem sie Krypto in die reale Kreditvergabe einbindet. Newmarket Capital, die fast 3 Mrd. USD an Vermögenswerten verwaltet, ist Vorreiter für hybride Hypotheken und Gewerbekredite. Dabei werden Bitcoin (BTC) und klassische Immobilien gemeinsam als Sicherheiten genutzt.
Die Tochterfirma Battery Finance ist bei der Entwicklung von Finanzstrukturen führend, die digitale Vermögenswerte nutzen, um Kredite abzusichern, ohne dass die Kreditnehmer ihre Krypto-Bestände verkaufen müssen.
Bitcoin revolutioniert Hypotheken und reale Kredite
Das Angebot richtet sich an Kreditnehmer, die Krypto-Besitzer sind. Dazu zählen auch technikaffine Millennials und Menschen aus der Generation Z. Sie bekommen Zugang zu Finanzierungen und können dabei mögliche Wertsteigerungen behalten und gleichzeitig auf klassische Kreditmärkte zugreifen.
Die Firma kombiniert ertragsbringende Immobilien mit Bitcoin, um das Schwankungsrisiko zu senken und bietet Kreditnehmern eine besondere Kreditlösung.
Nach Angaben von Andrew Hohns, dem Gründer und Geschäftsführer von Newmarket Capital und Battery Finance, setzt das Modell auf ertragsbringende Immobilien – zum Beispiel Gewerbeobjekte – und ergänzt sie mit einem Teil der Bitcoin-Bestände des Kreditnehmers als zusätzliche Sicherheit.
Bitcoin wird als Teil des gesamten Kreditpakets bewertet. Für Kreditgeber ist das ein Vermögenswert, der im Gegensatz zu Immobilien liquide, teilbar und transparent ist.
„Wir erschaffen Kreditstrukturen, die Erträge erzielen. Durch das gezielte Einbinden von Bitcoin nehmen diese Kredite aber auch an möglichen Wertsteigerungen teil und bieten Vorteile, die klassische Modelle nicht haben”, erklärte Hohns in einer Folge des Coin Stories Podcasts.
Frühe Beispiele zeigen, wie das Konzept funktioniert: Battery Finance refinanzierte eine Mehrfamilienimmobilie im Wert von 12,5 Mio. USD. Hierbei dienten sowohl das Gebäude als auch rund 20 BTC als hybride Sicherheit.
Kreditnehmer können auf Kapital zugreifen, ohne dass durch den Verkauf von Krypto steuerpflichtige Vorgänge anfallen. Gleichzeitig bekommen Kreditgeber einen zusätzlichen Schutz vor Wertverlusten.
Bitcoin als institutionelles Top-Sicherheitenmodell
Im Unterschied zu reinen, durch Bitcoin abgesicherten Krediten – die noch als Experimente gelten – ist das Newmarket-Modell auf institutionellem Niveau:
komplett geprüft,
ertragsorientiert und
rechtlich so gestaltet, dass es mit US-Regularien übereinstimmt.
Bitcoin wird in diesen Strukturen als Ergänzung zur Sicherheit behandelt, nicht als eigenständige Zahlungsmethode. Die Rückzahlung von Krediten und Hypotheken erfolgt weiterhin in USD.
„Bitcoin bringt Flexibilität und Transparenz in die klassische Kreditvergabe – aber die Grundlage sind weiterhin ertragsbringende Vermögenswerte”, sagte Hohns. „Es ist eine Brücke zwischen digitaler Knappheit und traditionellen Kreditrisikomodellen.”
Dieser Ansatz knüpft an den Trend an, reale Vermögenswerte (RWA) mit digitalen Beständen zu kombinieren. Im Juni 2025 haben US-Behörden wie die FHFA darauf hingewiesen, dass Krypto künftig bei der Kreditvergabe für Hypotheken berücksichtigt werden könnte.
Allerdings sind private Kreditgeber wie Newmarket Capital schneller und setzen hybride Sicherheitenstrukturen schon praktisch um, während sie die aktuellen gesetzlichen Vorgaben einhalten.
Die Arbeit von Newmarket und Battery Finance zeigt, wie Bitcoin und andere Kryptowährungen als Werkzeuge dienen können, um neue Wege für Kredite und Finanzierungen in der traditionellen Finanzwelt zu öffnen.
Dennoch gibt es Schwierigkeiten. BeInCrypto berichtete, dass es bei den Plänen von Fannie Mae und Freddie Mac, Bitcoin als Hypothekensicherheit zu erlauben, Einschränkungen gibt.
Bitcoin muss auf regulierten Börsen gehalten werden. Bitcoin in eigenverwalteten oder privaten Wallets wird nicht anerkannt.
Dadurch entstehen Sorgen über finanzielle Selbstbestimmung und zentrale Kontrolle. Die Regeln beschränken den Einsatz von Bitcoin bei Hypotheken darauf, dass es auf staatlich sichtbaren Plattformen gelagert wird. Dezentrale Aufbewahrung bleibt außen vor.
„Es geht nicht um: Annahme oder Ablehnung. Es geht um Annahme mit Bedingungen. Du darfst mitspielen – …aber nur, wenn dein Bitcoin nach ihren Regeln teilnimmt. Regeln, die zur Kontrolle geschaffen wurden… Wenn sich die Verbreitung vertieft, steigt der Druck auf Kreditgeber, richtig gehaltene Bitcoin zu akzeptieren – nicht nur Coins auf einer Börse… Am Ende wird die sicherste Form von Geld den flexibelsten Zugang zu Kapital ermöglichen“, bemerkte ein Nutzer dazu.
Trotzdem löst diese Innovation das Problem der Wohnraumkosten nicht, stellt aber einen echten Schritt in Richtung breiterer Krypto-Nutzung in der klassischen Finanzwelt dar.
Bewaffnete Männer haben am Donnerstagmorgen versucht, in das Zuhause von Binance-Frankreich-Chef David Prinçay einzubrechen. Dies ist ein weiterer Fall in einer wachsenden Serie von Krypto-Angriffen in Frankreich.
Laut dem französischen Medium RTL sind drei vermummte Personen gegen sieben Uhr morgens am 12. Februar in ein Wohnhaus in der Region Val-de-Marne eingedrungen. Sie waren anscheinend bewaffnet und haben nach der Wohnung von Prinçay gesucht.
Die Täter flohen jedoch, nachdem sie festgestellt hatten, dass er nicht zu Hause war.
Bewaffnete Angreifer fliehen – und schlagen erneut zu
Laut lokalen Berichten, hat die Gruppe zuerst eine andere Person im Gebäude gezwungen, ihnen zu helfen, die richtige Wohnung zu finden. Die Polizei erklärt, dass die Verdächtigen die Wohnung des Binance-Chefs durchsucht und dabei zwei Telefone gestohlen haben.
Kurze Zeit später, reagierte die Polizei in Hauts-de-Seine auf einen weiteren Vorfall. Ein Bewohner in Vaucresson berichtete, mit Gewehrkolben von maskierten Männern am Kopf verletzt worden zu sein.
Die Behörden brachten beide Ereignisse später miteinander in Verbindung.
Laut RTL zeigten Überwachungskameras, dass die Täter das gleiche Fahrzeug wie zuvor in Val-de-Marne benutzt haben. Auch die gestohlenen Telefone konnten zum zweiten Tatort zurückverfolgt werden.
Zeugen hörten angeblich, wie die Angreifer sagten, die Adresse sei falsch, bevor sie erneut flohen.
Festnahme am Bahnhof Lyon Perrache
Die französische Polizei startete eine gemeinsame Aktion mit der Pariser Brigade de Répression du Banditisme (BRB), Einheiten aus Hauts-de-Seine, Val-de-Marne, Yvelines und der Transportpolizei.
Ermittler verfolgten die Verdächtigen mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Die drei Männer stiegen in einen Zug nach Lyon. Die Behörden benachrichtigten die BRI-Einheit in Lyon, die die Verdächtigen noch am selben Tag am Bahnhof Lyon Perrache festnahm.
Sie sitzen jetzt in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen laufen weiter.
Binance-Mitgründerin Yi He äußerte sich dazu auf X und bestätigte, dass dem betroffenen Manager und seiner Familie nichts passiert ist.
Wird Frankreich zum Hotspot für Krypto-Kriminalität?
Der versuchte Angriff geschieht in einer Zeit, in der es immer mehr Entführungen und Einbrüche im Zusammenhang mit Krypto in Frankreich gibt.
Im Mai 2025 nahm die Polizei in Frankreich über zwanzig Verdächtige fest, die mit einer Reihe von Entführungen im Großraum Paris und anderen Regionen zu tun hatten. Die Täter suchten gezielt wohlhabende Krypto-Investoren aus.
2025 konnte die französische Polizei Gruppen zerschlagen, die sich auf Erpressungen mit Krypto konzentrierten.
Ermittler fanden heraus, dass die Täter oft private Informationen aus Darknet-Leaks oder durch das Sammeln von Daten aus sozialen Netzwerken nutzten, um potenzielle Opfer herauszufinden.
Die Methoden reichten vom gestellten Einbruch – oft am frühen Morgen – bis zu geplanten Entführungen und erzwungenen Ortswechseln, um nicht entdeckt zu werden.
Argentiniens Kongress nimmt Beschäftigten das Recht auf digitale Wallet-Einzahlungen
Argentinische Fintech-Unternehmen hatten sich gefreut, dass erstmals Arbeitnehmer ihr Gehalt auf virtuelle Wallets einzahlen könnten. Allerdings haben Kongress-Abgeordnete diese Regel gestrichen, was viele als Vorteil für den klassischen Bankensektor sehen.
Bei den Verhandlungen, um das Gesetz umfassend zu unterstützen, hat die Partei von Präsident Javier Milei zugestimmt, den Artikel zu streichen. Umfragen zeigen jedoch, dass die meisten Argentinierinnen und Argentinier selbst entscheiden möchten, wohin ihr Gehalt eingezahlt wird.
Misstrauen gegenüber Banken fördert Wallet-Nutzung
Laut aktuellem argentinischem Gesetz müssen Arbeitnehmer ihr Gehalt auf klassische Bankkonten einzahlen. Dennoch ist die Nutzung von digitalen Wallets in Argentinien in den letzten Jahren stark gestiegen.
Das liegt unter anderem daran, dass viele Menschen keinen Zugang zu Banken haben. Eine Umfrage der Zentralbank aus 2022 zeigt: Nur 47 Prozent der Argentinier besitzen ein Bankkonto. Das kommt meist daher, dass viele den klassischen Banken nicht vertrauen.
Seit Jahrzehnten gibt es in Argentinien Finanzkrisen. Dazu zählen das Einfrieren von Bankeinlagen im Jahr 2001 („corralito“), dauerhafte Inflation und wiederkehrende Einschränkungen beim Zugang zu Geld. Das Vertrauen in Banken sinkt deshalb immer weiter, weshalb viele ihr Geld in bar oder in US-Dollar sparen.
Als Reaktion auf diese Probleme haben Fintech-Anbieter eigene digitale Wallets auf den Markt gebracht. Diese werden nicht von Banken betrieben, sondern von unabhängigen Zahlungsdiensten. So erhalten auch mehr Menschen in Argentinien Zugang zu Finanzdienstleistungen.
Apps wie Mercado Pago, Modo, Ualá und Lemon gehören heute zu den beliebtesten Plattformen. Viele Menschen, die kein klassisches Bankkonto haben, nutzen diese Anwendungen als ihren ersten Weg zu digitalen Finanzdienstleistungen.
Deswegen haben sich die Chefs der Fintechs gefreut, dass in dem Gesetz vorgeschlagen wurde, Gehälter direkt auf virtuelle Wallets einzahlen zu dürfen. Doch noch bevor der Artikel im Kongress besprochen wurde, wurde er aus der geplanten Arbeitsmarktreform gestrichen.
„Die Streichung von Artikel 35 aus der Arbeitsmarktreform hat die Möglichkeit genommen, dass Argentinier frei entscheiden, wo sie ihr Gehalt erhalten. In der Praxis besteht weiterhin die Pflicht, Gehälter über klassische Banken zu leiten, nachdem starker Druck aus dem Sektor kam.
Allerdings haben die Bürger längst gezeigt, was sie wollen: Fast 75 Prozent der Überweisungen in Argentinien laufen über CVUs, die digitale Wallets nutzen. Millionen erhalten ihr Gehalt nur deshalb auf Bankkonten, weil das Gesetz es so verlangt. Danach überweisen sie ihr Geld zu Fintechs, um bessere Angebote, geringere Kosten und mehr Gewinn zu erhalten“, sagte Maximiliano Raimondi, CFO von Lemon, zu BeInCrypto.
Politische Kongress-Entscheidungen machen Bankensektor stärker
Bankenverbände haben diese Woche ihre Lobbyarbeit verstärkt. Sie schickten Briefe an wichtige Senatorinnen und Senatoren, in denen sie gegen Gehaltszahlungen auf digitale Wallets argumentieren.
Sie behaupten, dass digitale Wallets nicht ausreichend reguliert seien, Risiken für das Finanzsystem bergen und die Ausgrenzung vom Finanzsystem verstärken könnten.
„Digitale Wallets haben keinen rechtlichen, aufsichtsrechtlichen oder kontrollierenden Rahmen wie Banken. Ihre Zulassung würde rechtliche, finanzielle und systemische Risiken bringen. Das würde direkt die Arbeitnehmer und das Finanzsystem betreffen“, schrieb Banco Provincia, eine große argentinische Bank, in einer Stellungnahme.
Fintech-Unternehmen widersprechen und sagen, solche Aussagen seien nicht richtig.
„Alle Zahlungsdienstleister (PSP) werden von der Zentralbank Argentiniens (BCRA) reguliert und überwacht“, sagte Lemon-Finanzchef Maximiliano Raimondi. „Digitale Wallets waren das Tor zu Finanzdienstleistungen für Millionen Menschen, die so einfach und kostenlos ein virtuelles Konto eröffnen und bessere Lösungen bekommen konnten.“
Eine neue Studie von Isonomía zeigt außerdem: 9 von 10 Argentiniern möchten selbst entscheiden, wohin ihr Gehalt eingezahlt wird. Besonders bei Selbstständigen und Menschen, die informell arbeiten, ist der Wunsch sehr stark. Die Untersuchung ergab zudem, dass bereits 75 Prozent der Menschen in Argentinien täglich digitale Wallets nutzen.
Am Ende hat sich der Bankensektor durchgesetzt, noch bevor das Gesetz dem Senat zur Abstimmung vorgelegt wurde. Berichten zufolge wurde die Regel entfernt, um das Verhältnis zu Banken nicht zu belasten und die Chancen auf eine endgültige Annahme des Gesetzes zu verbessern.
ETH Prognose: Prallt der Ethereum Kurs jetzt bullisch ab?
Ethereum-Prognose für Samstag, 14. Februar 2026: Der Ethereum Kurs könnte jetzt bullisch abprallen. Immerhin hat er wichtige Unterstützung erreicht.
Ethereum ist bereits rund 65 % vom ATH von rund 4.955 USD gefallen. Wird Ethereum jetzt bullisch abprallen, um eine Aufwärtsbewegung zu initiieren?
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Der Ethereum Kurs stößt jetzt auf wichtige Golden Ratio Unterstützung
Der ETH Kurs befindet sich seit sechs Monaten im Sinkflug. Dabei ist der Kurs bereits um rund 65 % gefallen.
Doch damit stößt der Kurs jetzt am Golden Ratio Niveau bei rund 1.850 USD auf signifikante Unterstützung, woran der Kurs jetzt bullisch abprallen könnte. Nichtsdestoweniger tickt das Histogramm des MACDs seit einigen Monaten bärisch tiefer und die MACD Linien haben sich bärisch überkreuzt, während sich der RSI neutral zeigt.
Ethereum könnte jetzt zu den nächsten Fib Widerständen steigen
Wenn der Kurs jetzt eine Aufwärtsbewegung initiiert, warten bei rund 2.968 USD und bei rund 3.750 USD die entscheidenden Fibonacci Widerstände. Erst mit dem Bruch der Golden Ratio bei rund 3.750 USD ist die aktuelle Korrekturphase beendet.
Dann könnte Ethereum das ATH bei rund 4.955 USD anvisieren oder gar übersteigen. Sollte Ethereum hingegen die Golden Ratio Unterstützung bei rund 1.850 USD brechen, wartet zwischen rund 1.110 USD und 1.420 USD die nächste signifikante Unterstützungszone.
Die Indikatoren geben dabei gemischte Signale. So sind die MACD Linien bärisch überkreuzt und das Histogramm des MACDs tickt seit vier Monaten bärisch tiefer, während sich der RSI überverkauften Regionen nähert.
Die EMAs weisen hingegen noch ein Golden Crossover auf, womit der Trend mittelfristig bullisch bestätigt bleibt.
Auch im Tageschart entwickeln sich die Indikatoren jetzt bullisch
Im Tageschart weist das Histogramm des MACDs seit einigen Tagen einen Aufwärtstrend auf, womit die MACD Linien jetzt im Begriff sind, sich bullisch zu kreuzen. Währenddessen hangelt sich der RSI von überverkauften Regionen zurück in den neutralen Bereich.
Die EMAs haben hingegen ein Death Cross geformt, womit der Trend kurz- bis mittelfristig bärisch bestätigt ist. Nach oben hin warten jetzt bereits am 50-Tage-EMA bei rund 2.929 USD und am 200-Tage-EMA bei rund 3.126 USD die nächsten signifikanten Widerstände.
Im 4H-Chart geben die Indikatoren gemischte Signale für den Ethereum Kurs
Im 4H-Chart haben die EMAs ebenso ein Death Cross geformt, womit der Trend kurzfristig bärisch bestätigt ist. Darüber hinaus beginnt das Histogramm des MACDs jetzt bärisch tiefer zu ticken.
So stößt der Kurs jetzt derzeit am 50-4H-EMA bei rund 2.060 USD auf signifikanten Widerstand. Mit einem bullischen Bruch könnte der Kurs den 200-4H-EMA bei rund 2.496 USD anvisieren.
Die MACD Linien sind dabei bullisch überkreuzt und der RSI zeigt sich derzeit neutral. Kurzfristig gibt es defintiv Aufwärtspotenzial für den ETH Kurs.
Ethereum Preis Chart von Tradingview Gegen Bitcoin könnte der Ethereum Kurs jetzt noch tiefer fallen
Gegen BTC bewegt sich der ETH Kurs seit einem halben Jahr konsequent bergab. Damit könnte der Kurs jetzt zur Golden Ratio Unterstützung bei rund 0,0274 BTC korrigieren, woran der ETH Kurs bullisch abprallen könnte.
Das bedeutet aber nicht, dass der ETH Kurs gegen USD noch tiefer fallen muss. Bitcoin könnte lediglich stärker steigen, als Ethereum.
Mit einem bullischen Abpraller rücken die nächsten relevanten Widerstandsbereiche zwischen etwa 0,0355 BTC und 0,04175 BTC in den Vordergrund. Darüber hinaus befindet sich am Golden Ratio Niveau bei ungefähr 0,044 BTC ein entscheidender Widerstand, der durch den dort verlaufenden 50-Monate-EMA zusätzlich verstärkt wird.
Im Monatschart beginnen die Indikatoren dabei, bärische Signale zu liefern. So sind die MACD Linien zwar noch bullisch überkreuzt, jedoch tickt das Histogramm des MACDs seit letztem Monat bärisch tiefer.
Der RSI nimmt dabei eine neutrale Position ein und gibt keine eindeutigen Signale.
Ethereum Preis Chart von Tradingview
Ethereum (ETH) wird unter anderem auf diesen Krypto-Börsen gehandelt:
Crypto.com
Coinbase
Bybit
Binance
Kraken
KuCoin
OKX
Hier geht es zur letzten ETH Kursprognose vom 05. Februar 2026.
Siehe die vollständige Ethereum-Kursprognose für 2025 hier.
Macht Krypto-Wissen dich attraktiver? Neue Umfrage liefert spannende Antworten
Eine neue Umfrage von OKX zeigt, dass immer mehr Amerikaner finanzielles Wissen und Kenntnisse über digitale Vermögenswerte in einer Partnerschaft attraktiv finden. 21 Prozent sagen sogar, dass Krypto als Geschenk zum Valentinstag „anziehend“ wäre.
Die Ergebnisse zeigen, dass es heutzutage beim Dating ein klarer Vorteil ist, sich mit Finanzen auszukennen.
Millennials und Gen Z: So wichtig ist Geldmanagement bei der Partnerwahl
Bei der Umfrage unter 1.000 Amerikanern gaben 66 Prozent an, dass Wissen über persönliche Finanzen jemanden attraktiver macht. Besonders bei Jüngeren ist dieser Trend stark: 76 Prozent der Gen Z und 75 Prozent der Millennials finden finanzielles Wissen bei einem Partner attraktiv.
Vor allem Frauen aus der Generation der Millennials und Männer aus Gen Z legen Wert auf finanzielle Kenntnisse – beide Gruppen jeweils zu 77 Prozent. Das zeigt: Für jüngere Leute ist es nicht nur praktisch, sich mit Geld auszukennen, sondern steigert auch die persönliche Anziehungskraft.
„Die Daten zeigen, dass das Thema tiefer geht als nur kurzfristige wirtschaftliche Veränderungen. Zum Beispiel finden 76 Prozent der Gen Z finanzielles Wissen attraktiv; diese Generation ist durch mehr als zehn Jahre wirtschaftliche Unsicherheit geprägt, dazu zählen die Pandemie, Studienkredite und Probleme mit bezahlbarem Wohnraum. Für sie ist finanzielle Kompetenz eine Basis“, sagte ein OKX-Sprecher zu BeInCrypto.
Krypto besitzen ist neutral – Wissen bringt Vorteile
Neben klassischem Finanzwissen wird auch Wissen über digitale Vermögenswerte wie Krypto und digitale Wallets positiv bewertet. Mehr als die Hälfte der Männer – zwischen 52 und 55 Prozent – und 49 Prozent der Frauen finden es attraktiv, wenn jemand sich mit digitalen Vermögenswerten auskennt.
Diese Entwicklung führt zu einer Frage: Wird finanzielles Wissen beliebter, weil es in unsicheren Zeiten Stabilität zeigt, oder interessieren sich die Menschen wirklich mehr für Finanzen?
Der Sprecher meinte, dass Stabilität zwar wichtig sei. Allerdings ändert sich, was „Stabilität“ heute bedeutet.
„Es geht weniger um einen einzigen sicheren Arbeitsplatz, sondern mehr um Flexibilität, darum, Märkte zu verstehen, neue Finanztools zu kennen und gut informiert zu entscheiden. Dass 52 Prozent der Amerikaner Wissen über digitale Vermögenswerte attraktiv finden, zeigt: Sie schätzen es, wenn man neugierig bleibt und versteht, wie sich Geld verändert“, so der Sprecher.
Bei den Millennials stimmen 66 Prozent zu, bei Gen Z sind es 65 Prozent. Bei den Baby Boomern sagen das hingegen nur 37 Prozent.
Tatsächlich Krypto zu besitzen ist ein eher neutraler Faktor. Insgesamt sagen 17 Prozent der Amerikaner, dass der Besitz von Krypto jemanden attraktiver macht.
Bei den Millennials steigt der Wert auf 30 Prozent, bei Gen Z sind es 28 Prozent. Dennoch sagen 64 Prozent, dass sie dazu neutral stehen.
Laut der Sprecherin der Börse beurteilen Menschen Wissen und Besitz unterschiedlich. Sie sagte weiter:
„Es ist wichtig zu betonen, dass es keine negative Meinung zum Besitz gab. Die Mehrheit (64 Prozent) stand dem Besitz von Krypto neutral gegenüber. Die meisten Menschen sehen Besitz also nicht als Nachteil – sie sehen es einfach nicht als genauso positiv wie Wissen.“
Finanzwissen und Krypto-Kenntnisse machen beim Dating in den USA attraktiver. Quelle: OKX Ist Krypto ein gutes Geschenk zum Valentinstag?
Wenn Wissen über Finanzen die Attraktivität beim Dating steigert, stellt sich die nächste Frage: Können digitale Vermögenswerte auch romantisch wirken? Für die meisten Amerikaner ist ein Krypto-Geschenk am Valentinstag noch kein sicherer Treffer, aber jüngere Generationen zeigen sich offener.
Insgesamt sagen 21 Prozent der Amerikaner – darunter 25 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen –, dass sie Krypto am Valentinstag als „anziehend“ empfinden würden. Dennoch würden 35 Prozent lieber ein klassisches Geschenk bekommen, und 44 Prozent sind neutral eingestellt.
Bei den Millennials steigt der Wert auf 34 Prozent. Direkt dahinter folgt Gen Z mit 31 Prozent – bei den Männern aus Gen Z sind es sogar 39 Prozent.
„Was heißt das? Krypto-Geschenke sind zwar noch nicht gewöhnlich, gewinnen aber bei den Digital-Natives an Beliebtheit”, schrieb OKX.
Zugang, nicht Nachfrage, bremst Krypto-Zahlungen beim Dating
Trotz wachsendem Interesse wird Krypto im Dating-Alltag selten für Zahlungen genutzt. Nur fünf Prozent der Amerikaner haben für ein Date mit Krypto bezahlt. Bei Gen Z liegt der Wert bei 13 Prozent, bei Boomern unter einem Prozent.
Sechs Prozent der Befragten gaben an, Krypto geschickt zu haben, nachdem die Rechnung auf herkömmliche Weise bezahlt wurde. Bei Gen Z liegt dieser Wert bei 14 Prozent.
Die Gründe unterscheiden sich nach Altersgruppen. Bei Gen Z gaben 37 Prozent an, dass sie kein Krypto nutzen, weil ihnen der Zugang fehlt. Bei den Boomern liegt es eher an der Einstellung: 65 Prozent würden diese Bezahlmethode als unangenehm empfinden.
„Die Daten zeigen: Es handelt sich um ein Zugangsproblem, kein Nachfrageproblem“, sagte der Sprecher. „Was noch fehlt, ist die Bezahl-Infrastruktur im Handel, zum Beispiel dass man Krypto wie eine Karte oder das Handy einfach zum Bezahlen nutzen kann.“
OKX hat herausgefunden, dass Krypto zwar noch kein Vorteil beim Dating für alle ist, aber Finanzwissen auf jeden Fall hilft. Junge Menschen lernen heute sowohl klassische Geldregeln als auch Kenntnisse über neue digitale Werte. Für das moderne Dating heißt das: Wer sich mit Geld – ganz gleich ob klassisch oder digital – auskennt, kommt besser an. Es zählt mehr, zu wissen, wie man mit Geld umgeht, als damit anzugeben, was man besitzt.
Ripple hat einen weiteren Meilenstein erreicht. Der hauseigene Stablecoin RLUSD ist ab sofort auf Binance mit vollständiger Unterstützung des XRP Ledgers verfügbar.
Was die Binance Integration bedeutet
Binance, die weltweit größte Kryptobörse nach Handelsvolumen, hat die technische Integration von RLUSD auf dem XRP Network abgeschlossen. Das bedeutet: Nutzer können RLUSD direkt über das XRP Ledger einzahlen und künftig auch abheben.
Bisher war RLUSD auf Binance nur über das Ethereum-Netzwerk verfügbar. Die Erweiterung auf den XRP Ledger bringt erhebliche Vorteile: schnellere Transaktionen, niedrigere Gebühren und eine engere Anbindung an das Ripple-Ökosystem.
Fun Fact: Der XRP Ledger wickelt Transaktionen in 3-5 Sekunden ab, während Ethereum je nach Netzwerkauslastung mehrere Minuten dauern kann. RLUSD-Transfers werden damit deutlich effizienter!
Ein strategischer Schritt für Ripple
Für Ripple ist die Binance-Integration mit XRPL-Support ein wichtiger strategischer Erfolg. RLUSD wurde von Anfang an als institutioneller Stablecoin konzipiert, der auf beiden Netzwerken – Ethereum und XRPL – operiert. Dass die größte Kryptobörse der Welt nun beide Netzwerke unterstützt, stärkt die Position von RLUSD erheblich.
Ripple kommentierte die Ankündigung auf X mit den Worten: „RLUSD hat auf Binance mit voller XRPL-Unterstützung gelauncht.”
Die Formulierung „voller XRPL-Support” ist dabei entscheidend. Es signalisiert, dass Binance nicht nur den Token listet, sondern die native Infrastruktur des XRP Ledgers vollständig integriert hat.
RLUSD auf Wachstumskurs
Der Stablecoin hat seit seinem Launch im Dezember 2024 eine beeindruckende Entwicklung hingelegt. Die Marktkapitalisierung liegt aktuell bei etwa 1,5 Milliarden Dollar. Auf dem XRP Ledger sind davon rund 350 Millionen Dollar angesiedelt, der Rest läuft über Ethereum.
Mit der Binance-Integration dürfte der XRPL-Anteil weiter steigen. Viele Nutzer bevorzugen das XRP Ledger wegen seiner Geschwindigkeit und niedrigen Kosten. Wenn Binance beide Netzwerke gleichwertig unterstützt, haben Nutzer die freie Wahl.
Fun Fact: RLUSD ist der einzige Stablecoin, der von einer durch das NYDFS regulierten Trust Company ausgegeben wird und gleichzeitig nativ auf dem XRP Ledger läuft. Diese Kombination aus Regulierung und XRPL-Technologie ist einzigartig!
Was Nutzer wissen müssen
Für Binance-Nutzer ist die Nutzung einfach:
Einzahlungen sind ab sofort möglich. Nutzer müssen lediglich das XRP Network als Einzahlungsnetzwerk auswählen und erhalten eine entsprechende Wallet-Adresse.
Auszahlungen werden freigeschaltet, sobald ausreichend Liquidität im XRPL-Pool vorhanden ist. Binance gibt hierfür keinen konkreten Zeitrahmen an, aber erfahrungsgemäß dauert es nur wenige Tage.
Die Smart-Contract-Adresse für RLUSD auf dem XRP Ledger ist öffentlich einsehbar und kann über den XRPL Livenet Explorer verifiziert werden.
Die größere Bedeutung
Die Binance-Integration ist mehr als nur eine technische Erweiterung. Sie zeigt, dass RLUSD als Stablecoin ernst genommen wird – nicht nur von Ripple-Partnern, sondern von der gesamten Krypto-Industrie.
Mit Listings auf Binance, Kraken, Coinbase und zahlreichen weiteren Börsen hat RLUSD innerhalb eines Jahres eine Reichweite erreicht, für die andere Stablecoins Jahre gebraucht haben. Die XRPL-Integration auf Binance könnte den nächsten Wachstumsschub auslösen.
Für das XRP-Ökosystem ist das ebenfalls positiv. Mehr RLUSD-Aktivität auf dem XRP Ledger bedeutet mehr Transaktionen, mehr verbrannte XRP-Gebühren und letztlich mehr Utility für den gesamten Netzwerk.
Ethereum jetzt vor Ausbruch? Wale kaufen massiv ein
Ethereum versucht sich nach Wochen mit starkem Verkaufsdruck zu stabilisieren. Der Kurs bleibt in der Nähe der 1.950-USD-Zone und ist aktuell etwa sechs Prozent über dem letzten Tief. Gleichzeitig kaufen die größten Ethereum-Wale wieder erhebliche Mengen.
Allerdings sind kurzfristige Verkäufer und Händler mit Derivaten weiter vorsichtig. Dadurch entsteht ein wachsender Kampf zwischen Bullen und Bären um die nächste Kursbewegung.
Größte Ethereum-Wale kaufen weiter – bullische Divergenz bleibt bestehen
On-Chain-Daten zeigen, dass die größten Ethereum-Besitzer auf eine Erholung setzen. Seit dem 9. Februar haben Adressen mit 1 Million bis 10 Millionen ETH ihren Bestand von etwa 5,17 Millionen ETH auf fast 6,27 Millionen ETH erhöht. Das ist ein Zuwachs von mehr als 1,1 Millionen ETH, ungefähr 2 Milliarden USD wert zum aktuellen Kurs.
Ethereum-Wale: Santiment
Diese Ansammlung passt zu einem bullischen technischen Signal im 12-Stunden-Chart.
Zwischen dem 25. Januar und dem 12. Februar machte der Ethereum-Kurs ein tieferes Tief, während der Relative Strength Index (RSI) ein höheres Tief anzeigte. RSI misst die Dynamik, indem er Gewinne und Verluste vergleicht. Wenn der Kurs fällt, aber der RSI steigt, deutet das oft auf nachlassenden Verkaufsdruck hin.
Diese bullische Divergenz zeigt, dass der Abwärtsdruck schwächer wird.
Bullische Divergenz: TradingView
Die Struktur bleibt gültig, solange Ethereum über 1.890 USD bleibt. Das gleiche Signal war auch am 11. Februar zu sehen und scheint weiterhin zu gelten. Würde der Kurs unter diese Marke fallen, wäre die Divergenz zunächst aufgehoben und die Chance auf eine Erholung geringer.
Im Moment scheinen die Wale zu wetten, dass diese Unterstützung hält.
Verkaufen kurzfristige Holder jetzt?
Während große Investoren anhäufen, handeln kurzfristige Besitzer ganz anders.
Das Spent Coins Age Band für die Gruppe mit einer Haltezeit von sieben bis 30 Tagen steigt stark an. Seit dem 9. Februar (dem Zeitpunkt, als auch die Wale zugriffen) ist dieses Maß von rund 14.000 auf fast 107.000 gestiegen. Das ist ein Zuwachs von mehr als 660 Prozent. Dieser Indikator zeigt, wie viele frisch gekaufte Coins gerade verschoben werden. Höhere Werte deuten meist auf Gewinnmitnahmen und eine Verteilung der Coins hin.
ETH-Coins: Santiment
Einfach gesagt: Kurzfristige Trader lösen ihre Positionen auf. Dieses Muster zeigte sich schon früher im Februar. Am 5. Februar gab es einen Sprung bei der kurzfristigen Coin-Aktivität um 2.140 USD. Innerhalb eines Tages fiel der Ethereum-Kurs um rund 13 Prozent.
Diese Entwicklung zeigt, wie stark ein aggressiver Verkauf dieser Gruppe den Kurs schnell drehen kann. Solange kurzfristige Besitzer weiter als Verkäufer auftreten, werden steigende Kurse oft gebremst.
Derivatedaten zeigen starke Bären-Stimmung
Auch die Derivatemärkte bestätigen diesen vorsichtigen Ausblick. Aktuelle Liquidationsdaten zeigen fast 3,06 Mrd. USD in Short-Positionen gegenüber nur rund 755 Millionen USD an Long-Leverage. Dadurch entsteht ein deutlich bärisches Ungleichgewicht, bei dem fast 80 Prozent des Marktes auf fallende Kurse setzen.
Shorts dominieren: Coinglass
Andererseits ergibt sich daraus Potenzial für einen Short-Squeeze, wenn der Kurs steigen sollte. Trotzdem zeigt es, dass die meisten Trader weiter auf Schwäche setzen. Dadurch bleibt der Schwung gedämpft. Doch die Hoffnung auf eine Kurserholung bleibt, wenn das Wal-Kaufen den Kurs etwas anhebt und wichtige Zonen überschritten werden.
On-Chain-Daten zum Einstiegskurs erklären außerdem, warum Ethereum Mühe hat, nach oben durchzubrechen. Um 1.980 USD wurden etwa 1,58 Prozent der Umlaufmenge gekauft. Bei etwa 2.020 USD befindet sich weiteres 1,23 Prozent im Break-Even. Hier warten also viele Besitzer darauf, ihre Coins ohne Verluste zu verkaufen.
Kostengrundlagen-Cluster: Glassnode
Wenn der Kurs diese Bereiche erreicht, steigt der Verkaufsdruck, da Anleger ihr eingesetztes Kapital zurückbekommen wollen. Dadurch wurden die letzten Erholungen immer wieder gestoppt. Wahrscheinlich reicht nur eine starke, durch Leverage angetriebene Bewegung oder ein Short Squeeze aus, um durch diese Zonen mit viel Angebot zu kommen.
Bis dahin bleiben diese Bereiche große Hürden.
Wichtige Ethereum-Kursmarken, die du jetzt kennen musst
Da Wale kaufen und Verkäufer sich wehren, zählen gerade die Ethereum-Kursbereiche mehr als Geschichten aus der Community.
Auf der Oberseite liegt der erste große Widerstand bei etwa 2.010 USD. Ein klarer Zwölf-Stunden-Abschluss darüber erhöht die Möglichkeit, Short-Positionen aufzulösen. Zudem liegt dort auch ein wichtiger Angebotsbereich.
Falls das geschieht, kann Ethereum als Nächstes die 2.140 USD anpeilen. Dort gibt es viel Widerstand mit mehreren Kontaktpunkten. Außerdem ist das etwa zehn Prozent vom aktuellen Kurs entfernt. Nach unten bleibt 1.890 USD die wichtigste Unterstützung. Fällt der Kurs darunter, wäre die bullische Divergenz ungültig und es könnte weiter abwärts gehen. Die nächste wichtige Stütze liegt dann bei etwa 1.740 USD.
Ethereum-Kursanalyse: TradingView
Solange Ethereum über 1.890 USD bleibt und die 2.010 USD weiter testet, hält sich die Erholungsstruktur. Ein anhaltender Fall unter die Unterstützung würde den aktuellen Erholungsversuch stoppen.
Ripple-Chef Brad Garlinghouse im CFTC-Panel – Dreht sich jetzt der XRP-Kurs?
Der XRP-Kurs hat sich in den letzten Tagen schwergetan, sich zu erholen. Das sorgt für Sorgen, dass sich der Bärenmarkt von 2021/2022 wiederholt.
Obwohl die Schwäche andauert, gibt es eine neue Entwicklung rund um Ripple-CEO Brad Garlinghouse, die die Stimmung verändern könnte.
XRP: Wiederholt sich die Geschichte diesmal nicht?
Brad Garlinghouse ist jetzt Teil des Innovationsausschusses der Commodity Futures Trading Commission. Diese Ernennung ist ein wichtiger Schritt für Ripple und sein allgemeines Ökosystem. Denn die Behörde, die Ripple fast fünf Jahre lang herausgefordert hat, sucht nun nach Meinungen aus der Branche.
Für XRP-Unterstützer zeigt das, dass sich die Regulierung langsam normalisiert. Die Zusammenarbeit mit der CFTC kann Ripples Glaubwürdigkeit in US-Politik-Gesprächen stärken. Ein gutes Gesprächsklima könnte die Unsicherheit abbauen und den langanhaltenden rechtlichen Druck, der bisher auf dem Kurs lag, reduzieren.
Daten zu realisierten Gewinnen und Verlusten zeigen aktuell einen Anstieg bei Verkäufen. Einige vergleichen diese Entwicklung mit den frühen Zeichen vor dem Bärenmarkt 2022. Damals dauerte die starke Verkaufsphase aber fast vier Monate. Jetzt ist das aktuelle Verkaufsniveau nicht so lang und nicht so stark, daher ist ein langer Abwärtstrend für XRP weniger wahrscheinlich.
XRP realisierte Gewinne und Verluste. Quelle: Glassnode Verkäufe gibt es, doch sie sind kein Grund zur Sorge
Daten zu Börsensalden zeigen, dass der Verkaufsdruck aktuell im Rahmen bleibt. Circa 100 Millionen XRP wurden in den letzten zehn Tagen auf Börsen bewegt, was etwa 130 Millionen USD entspricht. Das ist zwar beachtlich, aber kein Zeichen für Panik.
Im November 2025 wurden 130 MIllionen Coins innerhalb von 72 Stunden verkauft. Damals war unter den Haltern deutlich mehr Eile zu spüren. Im Vergleich dazu verlaufen die aktuellen Verkäufe kontrollierter und weniger heftig.
XRP Börsensaldo. Quelle: Glassnode
Ein moderater Verkauf zusammen mit positiven Nachrichten aus der Regulierung könnten die Stimmung stabilisieren. Wenn die Verkaufswelle nicht stärker wird, könnte XRP das Angebot aufnehmen, ohne dass der Kurs stark einbricht. Die Marktteilnehmenden schauen daher genau auf die Daten aus der Kette.
XRP: Jetzt besteht Chancen auf Erholung
Die Liquidations-Heatmap zeigt aktuell wenige Hürden für eine Erholung. Die nächste große Widerstandszone für XRP liegt zwischen 1,78 und 1,80 USD. In diesem Bereich könnten manche Gewinne mitnehmen, es ist aber kein direktes Hindernis im Trend.
Es gibt unter dem aktuellen Level keine dichten Liquidationszonen. Dadurch sinkt kurzfristig das Risiko für starke Verkaufsketten. Sollte der Schwung zunehmen, könnte der Kurs weiter steigen, bevor er auf eine Zone mit hohem Angebot trifft. Diese Lage erlaubt einen vorsichtig positiven Ausblick.
XRP CBD Heatmap. Quelle: Glassnode XRP-Kurs muss jetzt deutlich steigen
XRP liegt bei 1,35 USD und fällt unter die Unterstützung bei 1,36 USD. Die nächste wichtige Unterstützung gibt es bei 1,27 USD, das ist etwa die 23,6-Prozent-Fibonacci-Marke. Trotz der aktuellen Schwäche gibt es mit Blick auf das Gesamtbild ein ausgeglichenes Risiko.
Die Berufung von Garlinghouse bei der CFTC könnte das Vertrauen der Anleger verbessern. Sollte XRP die 1,51 USD zurückerobern, könnte das eine Erholungsrallye auslösen. Sollte sich die Stärke dort halten, ist ein Anstieg bis in die Angebotszone über 1,76 USD möglich.
XRP Kursanalyse. Quelle: TradingView
Fällt der Kurs jedoch unter 1,27 USD, dreht sich die Lage klar ins Negative. Dann könnte es zu Panikverkäufen kommen, falls die Unterstützung nicht hält. Ein Rutsch auf 1,11 USD würde den bullischen Ausblick zerstören und die aktuelle Korrekturphase verlängern.
Wie TradFi und Krypto zusammenwachsen – das müssen Trader jetzt wissen
TradFi und Krypto nähern sich strukturell an, da moderne Handelsinfrastruktur klassische Marktgrenzen auflöst. Futures-basierte Modelle ermöglichen es, TradFi-Vermögenswerte über Krypto-Plattformen rund um die Uhr zu handeln.
Hier treffen klassische Finanzwelt und Krypto-Infrastruktur aufeinander. Plattformen wie Phemex schließen diese Lücke, indem sie TradFi-Futures – also Kurs-verfolgende Verträge auf Gold oder Silber – auf einer Infrastruktur anbieten, die für durchgehenden Handel gemacht ist.
Spot-Trading oder Futures-Kontrakte: Was ist besser?
Spot- und Futures-Märkte funktionieren unterschiedlich, was erklärt, warum TradFi-Futures wichtig sind. Einfach gesagt: Beim Spot-Handel kaufst du den Vermögenswert direkt zum aktuellen Kurs, während ein Futures-Vertrag den Kurs nur verfolgt und keinen direkten Besitz gibt.
Beim traditionellen Spot-Handel ist es nötig, beim Kauf einer Aktie oder Ware eine komplexe Besitzkette, rechtliche Abwicklung und T+2-Abrechungszyklen einzuhalten. Dafür müssen Banken und Clearingstellen geöffnet sein, weshalb der Handel an Wochenenden und Feiertagen ruht.
Ein Futures-Kontrakt ist ein Derivat. Dabei handelt es sich um eine Vereinbarung, die auf dem Kurs eines Vermögenswerts beruht – es findet aber kein Tausch des eigentlichen Vermögenswerts statt. Daher braucht es keine physische Aktion oder Übertragung, wenn die Börse geschlossen ist.
Schließt der Markt, funktioniert nur die klassische Infrastruktur nicht – der Wert der Vermögenswerte bleibt erhalten. Phemex schließt diese Lücke und bietet einen Marktplatz, auf dem Kursfindung und Risikomanagement ohne Unterbrechung weiterlaufen.
Makro-News nehmen keine Rücksicht auf Montag
Klassische Finanzwelt (TradFi) und Krypto-Märkte entwickeln sich immer mehr in die gleiche Richtung. Da der Handel mit Krypto gereift ist, hängen die Kurse digitaler Vermögenswerte immer stärker mit makroökonomischen Daten zusammen, die auch Aktien und Rohstoffe beeinflussen.
Zinsentscheidungen der US-Notenbank, Inflationsdaten, Arbeitsmarktbilanzen und geopolitische Entwicklungen beeinflussen mittlerweile sowohl Aktienindizes als auch große Kryptowährungen. Dadurch ändert sich, wie Trader über Risiko, Timing und Zugang zu Märkten denken.
Durch die Einführung von TradFi-Futures auf Krypto-Plattformen können Trader in Echtzeit auf makroökonomische Entwicklungen reagieren. Trader müssen nicht länger auf klassische Handelszeiten warten, sondern können Positionen jederzeit abdecken oder Volatilität managen – was immer wichtiger für modernes Risikomanagement wird.
Egal ob du eine Position absicherst oder auf Kursschwankungen setzt – die Möglichkeit, Trades anhand aktueller Nachrichten auszuführen, ist kein Luxus mehr, sondern inzwischen notwendig für modernes Risiko-Management.
Deshalb sind TradFi-Futures für den 24/7-Marktzugang so wichtig
Märkte, die 24/7 – auch an Feiertagen und arbeitsfreien Tagen – offen sind, sind keine moderne Spielerei, sondern der nächste logische Schritt im Handel. In der klassischen Finanzwelt sorgt eine Marktschließung dagegen oft für Ungewissheit und Spannung.
Bedeutende Ereignisse am Wochenende führen bei traditionellen Investoren zu einem erheblichen Gap-Risiko: Der Kurs kann zwischen dem Schlusskurs am Freitag und der Eröffnung am Montag stark springen oder fallen.
Mit dem TradFi-Futures-Handel bei Phemex kannst du Positionen jederzeit anpassen – Tag und Nacht. Damit entfällt das Warten, durch das Investoren sonst weltweiten Nachrichten (auch über Feiertage) ausgeliefert sind.
Alle Krypto- und TradFi-Futures einfach auf einer Plattform handeln
Phemex möchte die üblichen Barrieren beim Zugang und der Liquidität klassischer Märkte verringern.
Die Plattform bietet USDT-abgerechnete Derivate, die auf klassische Vermögenswerte wie Gold, Silber und ausgewählte Aktien setzen – und das zusammen mit Krypto-Derivaten. So können Trader verschiedene Anlageklassen über ein einziges Konto handeln, ohne Extra-Broker oder lange Ein- und Auszahlungsprozesse.
(USDT-abgerechnete Derivate bedeuten, dass Gewinne und Verluste in USDT ausgezahlt werden – nicht durch Lieferung des eigentlichen Vermögenswerts.)
Phemex bietet ein einheitliches Margin-System. Damit kannst du denselben USDT-Betrag für Gold-, Silber- und Krypto-Futures nutzen. Weil diese Kontrakte nur den Kurs verfolgen und keine physische Abwicklung nötig ist, wird die Verwaltung einfacher.
Wie auch bei Krypto-Perpetuals lassen sich TradFi-Futures mit Hebel handeln. Du kannst dein Marktengagement erhöhen und dein Kapital effizienter nutzen – ohne den vollen Betrag zu hinterlegen, wie es bei traditionellen Brokern oft verlangt wird. Oft war der Zugang zu Aktien, Rohstoffen oder Futures bisher mit hohem Eigenkapitalbedarf und komplizierter Technik verbunden.
Da immer mehr Trader Märkte ohne Pause und flexibleres Risikomanagement wollen, reagieren Krypto-Plattformen zunehmend auf diese Probleme. Phemex geht mit einer Infrastruktur für durchgehenden und vielfältigen Handel voran.
Der moderne Markt hat rund um die Uhr geöffnet
Die Frage ist längst nicht mehr, ob, sondern wie sich Märkte entwickeln. Krypto und traditionelle Vermögenswerte reagieren immer häufiger auf dieselben makroökonomischen Faktoren, und die Trennung in der Infrastruktur verschwindet langsam.
Das Ziel ist nicht, Krypto-Börsen nachzubauen. Vielmehr geht es darum, schnellere und flexiblere Systeme zu schaffen. Trader sollen mit der Effizienz moderner Märkte auch auf traditionelle Werte setzen können.
Phemex setzt auf Futures-basierte Zugänge statt Besitzerschwellen. Mit Kurs-verfolgenden Verträgen und ohne physische Abrechnung können klassische Vermögenswerte und Krypto gemeinsam in einer USDT-Umgebung gehandelt werden.
Ab dem zweiten Quartal 2026 ist der Handel verschiedener Anlageklassen von einer einzigen Margin-Währung aus keine Besonderheit mehr, sondern Standard für moderne Märkte.
Zum Start der TradFi-Futures bietet Phemex eine Aktion an, die Trader mit dem neuen Produkt vertraut machen soll. Dazu gehören zeitweise null Gebühren beim Handel, eine Verlustabsicherung für den ersten Trade, Bestenlisten sowie belohnte Aufgaben. Diese Initiative fördert die erste Nutzung und ermöglicht es Tradern, TradFi-Futures in einer kontrollierten und risikoarmen Umgebung auszutesten.
Der Bärenmarkt von Bitcoin hat viele Anleger stark belastet. Firmen, große Wale und sogar Länder, die Bitcoin halten, spüren den Druck.
Der Kursrückgang der Kryptowährung hat den Wert von El Salvadors Beständen deutlich verkleinert. Zugleich steigen die Kredit-Ausfallversicherungen auf ein Fünf-Monats-Hoch. Dies sorgt bei vielen für Sorgen um das IWF-Programm des Landes und die Schuldenentwicklung.
El Salvadors Bitcoin-Wette unter Druck: Portfolio verliert an Wert
Nach aktuellen Daten des Bitcoin-Büros von El Salvador besitzt das Land 7.560 Bitcoin, etwa 503,8 Millionen USD wert. Bloomberg berichtet, dass das Portfolio Anfang Oktober 2025 noch rund 800 Mio. USD wert war. Das ist ein Rückgang um knapp 300 Millionen USD in nur vier Monaten.
El Salvadors Bitcoin-Bestand. Quelle: El Salvador Bitcoin Office
Bukele, ein überzeugter Bitcoin-Fan, kauft weiterhin einen Bitcoin pro Tag. Diese Strategie erhöht jedoch die Abhängigkeit des Landes von Kursschwankungen.
Im Gegensatz dazu hat Bhutan kürzlich für 22,4 Millionen USD Bitcoin verkauft. Die unterschiedlichen Strategien von El Salvador und Bhutan zeigen, dass beide Länder ganz verschiedene Risiken eingehen.
Bhutans Bitcoin-Mining hat seit 2019 über 765 Mio. USD Gewinn erzielt. Doch das Bitcoin-Halving 2024 hat die Mining-Kosten deutlich erhöht. Deshalb sind die Gewinnspannen geschrumpft und die Erträge gesunken. Aktuell scheint Bhutan einen Teil seiner Bestände zu verkaufen, während El Salvador weiterhin auf langfristigen Aufbau setzt.
Das Land hat sein Portfolio jedoch auch gestreut. Letzten Monat wurden 50 Millionen USD in Gold investiert, da die Nachfrage nach dem sicheren Metall wegen Spannungen in der Weltwirtschaft gestiegen ist.
IWF-Kreditgespräche wegen El Salvadors Bitcoin-Politik unter Druck
El Salvadors stärkeres Engagement in Krypto hat die Beziehung mit dem Internationalen Währungsfonds beeinflusst. Die ständigen Bitcoin-Käufe und Verzögerungen bei Rentenreformen machen das Abkommen mit dem IWF komplizierter.
Der IWF hat Bedenken zur Wirkung von Bitcoin auf die Finanzstabilität geäußert. Wenn das IWF-Programm gestört wird, fehlt eine der wichtigsten Stützen für El Salvadors Schuldenrückzahlung. In den letzten drei Jahren haben die Anleihen des Landes über 130 Prozent Gewinn gebracht. Damit gehört El Salvador zu den großen Comeback-Geschichten in Schwellenländern.
„Der IWF könnte Probleme haben, wenn neue Gelder womöglich für Bitcoin verwendet werden. Wenn Bitcoin fällt, beruhigt das die Anleger außerdem nicht“, sagte Christopher Mejia, EM-Staatenanleihen-Analyst bei T Rowe Price, zu Bloomberg.
Der IWF hat am 26. Februar 2025 eine 40-monatige Finanzhilfe genehmigt und damit rund 1,4 Milliarden USD freigegeben. Das berichtet die offizielle IWF-Dokumentation. Die erste Prüfung endete im Juni 2025, dabei wurden 231 Millionen USD ausgezahlt.
Allerdings wartet die zweite Prüfung seit September auf eine Entscheidung, weil die Regierung eine Analyse zum Rentensystem verspätet veröffentlicht hat. In dieser Zeit hat El Salvador weiter Bitcoin gekauft, trotz wiederholter Warnungen des IWF.
Eine dritte Prüfung ist für März geplant. Jede Überprüfung ist mit neuen Krediten verbunden.
„Der weitere Kauf von Bitcoin birgt unserer Ansicht nach gewisse Risiken für die IWF-Prüfungen. Die Märkte würden wohl stark reagieren, wenn die Sicherheit durch den IWF wegfällt“, sagte Jared Lou, der den William Blair Emerging Markets Debt Fund mitbetreut.
Gleichzeitig machen sich die Anleihenmärkte zunehmend Sorgen um El Salvadors Finanzlage. Die Preise für Kredit-Ausfallversicherungen sind auf ein Fünf-Monats-Hoch geklettert. Das zeigt, dass Anleger unsicherer werden, ob das Land seine Schulden zurückzahlen kann.
Bloomberg-Daten zeigen, dass El Salvador in diesem Jahr Anleihen im Wert von 450 Mio. USD zurückzahlen muss. Im kommenden Jahr steigen die Rückzahlungen auf fast 700 Millionen USD.
El Salvadors Bitcoin-Politik ist nun eng mit Gesprächen über Finanzen und mit dem IWF verflochten. Der Ausgang der nächsten IWF-Prüfungen und die Rückzahlung der Anleihen werden entscheidend sein, um das Vertrauen der Anleger und die Stabilität der Schulden aufrechtzuerhalten.
Die letzten Quartalszahlen von Coinbase haben Investoren verunsichert und eine heftige Diskussion in der Krypto-Community ausgelöst, nachdem die Börse einen überraschenden Verlust meldete und die Erwartungen der Wall Street verfehlte.
Dennoch betonen die Führungskräfte, dass langfristige Wachstumszahlen stark sind und sie bei der Diversifizierung Fortschritte machen.
Coinbase Quartalszahlen Q4 2025
Das Unternehmen veröffentlichte am 12. Februar 2025 die Ergebnisse für das vierte Quartal. Der Umsatz lag etwa bei 1,78 Mrd. USD. Der GAAP-Nettoverlust betrug ungefähr 667 Mio. USD. Das Ergebnis pro Aktie lag bei minus 2,49 USD.
Die meisten Analysten hatten erwartet, dass Coinbase weiter profitabel bleibt. Der Fehlschlag war daher besonders auffällig.
Die enttäuschenden Zahlen standen im starken Gegensatz zu den positiven Prognosen, die noch zu Beginn des Quartals im Umlauf waren. Dies zeigt, wie schwer der Krypto-Markt vorherzusagen ist, da er starke Zyklen hat.
Handelsflaute und Buchverluste belasten Ergebnisse
Ein wichtiger Grund für das schwache Quartal war die sinkende Handelsaktivität. Sogar Hyperliquid konnte Coinbase bei den Handelsvolumina überholen.
Die Transaktionsgebühren, lange das Kerngeschäft von Coinbase, sind im Vergleich zum Vorjahr deutlich zurückgegangen. Grund waren unter anderem fallende Krypto-Kurse und weniger Handel bei Einzelpersonen.
Auch das Umfeld am Markt hat sich ausgewirkt. Bitcoin und andere große Token verloren im vierten Quartal stark an Wert. Dies zwang Börsen und Handelsplattformen dazu, ihre Aktivitäten und Einnahmen an das niedrigere Niveau anzupassen.
Allerdings liegen nicht alle Probleme bei Coinbase selbst. Ein großer Teil des Verlustes stammt aus nicht realisierten Verlusten auf das eigene Krypto-Investment-Portfolio und strategische Unternehmensbeteiligungen. Diese mussten abgewertet werden, als die Kurse vieler Coins gefallen sind.
„Warum war der GAAP-Verlust so hoch? Der Nettoverlust von minus 667 Mio. USD wurde vor allem durch buchhalterische Verluste beeinflusst: 718 Mio. USD nicht realisierter Verlust auf das Krypto-Investment-Portfolio von Coinbase (wegen stark gefallener Kurse von Bitcoin und anderen Token im vierten Quartal). Hinzu kamen weitere Verluste aus strategischen Investments, zum Beispiel den Anteil an Circle, der etwa 40 Prozent gegenüber dem Vorquartal fiel”, kommentierte Makro-Analyst Marty Party.
Diese Verluste auf dem Papier erhöhen den Gesamtverlust, bedeuten aber nicht unbedingt, dass auch tatsächlich so viel Geld ausgegeben wurde oder das Kerngeschäft schlechter läuft.
Ohne diese buchhalterischen Anpassungen wären die Zahlen zwar immer noch schwächer als erwartet, aber weniger dramatisch.
Management setzt auf langfristigen Wandel
Trotz der schlechten Schlagzeilen zeigte sich CEO Brian Armstrong zuversichtlich. Er betonte, dass das Unternehmen wichtige Fortschritte gemacht hat.
„2025 war ein starkes Jahr für Coinbase. Wir haben eine solide Grundlage für weiteres Wachstum im Jahr 2026 gelegt. Unsere Ansicht ist ganz einfach: Krypto erneuert alle Finanzdienstleistungen und wir sind bestens aufgestellt, um von dieser Entwicklung zu profitieren”, sagte Armstrong und hob dabei mehrere Meilensteine hervor.
Laut dem Unternehmen stieg das gesamte Handelsvolumen im Jahresvergleich deutlich. Zudem gewann Coinbase mehr Marktanteile und mehrere Produkte bringen inzwischen jährlich über 100 Mio. USD Umsatz ein.
Auch das auf der Plattform verwahrte Vermögen ist in den letzten drei Jahren deutlich gestiegen.
Diese Zahlen zeigen, dass Coinbase seine Strategie umsetzt, das Geschäft über den reinen Spothandel hinaus zu erweitern, zum Beispiel mit Verwahrung, Derivaten, Abos und Infrastruktur-Dienstleistungen.
Ein besonders beachteter Bereich, der Umsatz mit Abonnements und Dienstleistungen, erwies sich im Vergleich zu den Handelsgebühren als recht stabil.
Stetige Einnahmen aus Stablecoins, Verwahrung und Premium-Services machen inzwischen einen wachsenden Anteil am Geschäft von Coinbase aus.
Dieser Wandel ist wichtig, um weniger abhängig von den schwankenden Handelszyklen der Kunden zu sein, die lange als Schwachstelle von Coinbase galten.
Dennoch bleiben Kritiker skeptisch. Sie verweisen auf sinkende Einnahmen aus Transaktionen im Privatkundenbereich und einen schwachen Ausblick beim Handelsvolumen. Das zeigt laut ihnen, dass Coinbase weiterhin stark von den Zyklen des Krypto-Marktes abhängt.
Branchenprobleme: So reagieren Investorinnen und Investoren
Coinbase präsentiert diese Ergebnisse in einer Zeit, in der die gesamte Krypto-Branche unter Druck steht. In den vergangenen Wochen haben mehrere Börsen und Handelsplattformen sinkende Einnahmen, Entlassungen oder Veränderungen in der Führungsebene gemeldet. Das liegt unter anderem an der geringeren Marktaktivität.
Die Stimmung unter den Investoren ist gemischt. Einige Analysten sehen das schwache Ergebnis als Zeichen, dass Unternehmen mit Bezug zu Krypto sehr anfällig für Marktrückgänge sind.
Andere argumentieren jedoch, das Ergebnis sei vor allem durch vorübergehende wirtschaftliche und Marktbedingungen geprägt – und keine grundlegende Schwächung des Geschäftsmodells von Coinbase.
Zusätzlich zur negativen Stimmung sorgten kurzfristige Handelsprobleme bei einigen Nutzern vor der Veröffentlichung der Zahlen für Kritik und Unsicherheit am Markt.
Binance verteidigt sich am 10. Oktober bei Consensus Hongkong – überzeugt aber nicht
Binance Co-CEO Richard Teng hat die Krypto-Börse gegen Vorwürfe verteidigt, sie sei für den „10/10“-Krypto-Crash am 10. Oktober 2025 verantwortlich. Bei diesem Vorfall wurden etwa 19 Mrd. USD liquidiert.
Auf der CoinDesk Consensus Hongkong-Konferenz am 12. Februar 2026 sagte Teng, dass der Ausverkauf von anderen Faktoren beeinflusst wurde und nicht allein an Binance lag.
Richard Teng erklärt Binance-Perspektive zum Crash am 10. Oktober
Der Binance Co-CEO führte makroökonomische und geopolitische Schocks zwischen den USA und China an. Konkret nannte er:
Neue US-Zoll-Drohungen, darunter mögliche 100-Prozent-Abgaben auf Importe aus China, und
Chinas Einführung von Export-Beschränkungen für Seltene Erden.
Die Kombination aus beidem habe laut ihm die weltweite Risikostimmung gedreht und massive Liquidierungen auf allen Börsen, zentralisiert und dezentralisiert, ausgelöst.
„Der US-Aktienmarkt verlor an diesem Tag 1,5 Bio. USD an Wert“, erklärte Teng. „Der US-Aktienmarkt allein verzeichnete 150 Mrd. USD an Liquidierungen. Der Krypto-Markt ist viel kleiner. Dort waren es etwa 19 Mrd. USD. Und die Liquidierungen im Krypto-Bereich geschahen auf allen Börsen.“
Der Großteil der Liquidierungen (ungefähr 75 Prozent) fand gegen 21 Uhr ET statt, als wichtige Makro-Nachrichten veröffentlicht wurden.
Teng räumte kleinere Probleme auf der Plattform während des Ereignisses ein, etwa ein Stablecoin-Depegging (USDe) und vorübergehende Verzögerungen bei Überweisungen.
Er betonte jedoch, dass diese Vorfälle nicht mit dem breiten Markteinbruch zusammenhingen. Außerdem wies er darauf hin, dass Binance betroffenen Nutzerinnen und Nutzern geholfen und einigen Entschädigungen gezahlt hat.
„… Handelsdaten zeigten keinerlei Anzeichen für massive Abhebungen von der Plattform“, fügte er hinzu.
Im letzten Jahr wickelte Binance angeblich ein Handelsvolumen von 34 Billionen USD ab und zählte über 300 Millionen Nutzer.
Es ist bemerkenswert, dass der Crash am 10. Oktober in den letzten Monaten immer wieder zu Binance-FUD geführt hat. Die Börse wurde vielfach kritisiert, besonders stark von der Konkurrenzbörse OKX und CEO Star Xu.
Trader lehnen Tengs Makro-Schock-Erklärung nach 19 Mrd. USD Liquidation ab
Trotz Tengs ausführlicher Erklärung reagierten Trader in sozialen Medien schnell und kritisch. Auf X (Twitter) warfen einige Binance vor, APIs gesperrt und damit Liquidationen provoziert zu haben. Danach wurde die Verantwortung laut ihnen auf „makroökonomische Schocks“ geschoben.
„Makro-Schocks verantwortlich zu machen, ist das neue ‚es war ein Fehler‘. 19 Mrd. USD wurden liquidiert und irgendwie ist niemand bei Binance schuld lol“, kritisiert ein Nutzer.
Kritiker gehen sogar weiter und vergleichen Tengs Aussagen mit bekannten Ausreden.
„‚Wir waren es nicht, es war das Makro‘ ist im Krypto-Börsen-Bereich wie die Ausrede, dass der Hund die Hausaufgaben gefressen hat. 19 Mrd. USD liquidiert und jede Plattform zeigt nur auf den anderen“, meinte ein anderer Nutzer.
Viele Kommentare drehten sich zudem um angeblich gefälschte API-Antworten und es wurde die interne Abstimmung bei Binance infrage gestellt. Insgesamt ist die Stimmung eher so, dass die Nutzer der Meinung sind, Binance sei nicht vollkommen transparent.
Die Kritik zeigt, wie angespannt das Verhältnis zwischen zentralen Krypto-Börsen und Tradern mit hohem Hebel bei starken Marktschwankungen ist.
Obwohl die Nachfrage von Kleinanlegern im Vergleich zu früheren Jahren gesunken ist, betonte Teng, dass Institutionen und Unternehmen trotzdem stark im Krypto-Bereich aktiv sind.
„Institutionen betreten weiterhin den Sektor“, sagte er. „Das bedeutet, dass das smarte Geld investiert.“
Teng beschreibt das 10/10-Ereignis auch als Teil eines breiteren Zyklus am Krypto-Markt. Trotz kurzfristiger Unruhe gehe die Entwicklung weiter. Das Kapital der Institutionen stärke das Vertrauen in den Markt langfristig.
Dennoch steht die Börse vor zwei Aufgaben:
Sie muss ihre Rolle in einer beispiellosen Stresssituation am Markt erklären.
Gleichzeitig muss Binance das Vertrauen der skeptischen Community zurückgewinnen.
Obwohl durch die Liquidationen im Wert von 19 Milliarden USD bei vielen Nutzerinnen und Nutzern Verluste entstanden sind, geht die Diskussion um die Verantwortung online weiter. Das verwundert nicht, denn bei hohem Hebelhandel ist das Vertrauen oft sehr fragil.
Israel erhebt Anklage: Zwei setzen heimlich auf Militäreinsätze über Polymarket
Israel hat zwei Bürger angeklagt, die geheime Informationen genutzt haben sollen, um auf der Vorhersageplattform Polymarket Wetten abzuschließen, wie Behörden am Donnerstag mitteilten.
Die Meldung sorgt erneut für Sorgen, dass Vorhersagemärkte Insiderhandel für Gewinne einfacher machen könnten.
Israel erhebt Anklage gegen Insider-Wettbetrug auf Polymarket
In einer gemeinsamen Mitteilung erklärten das israelische Verteidigungsministerium, die Polizei Israels und der Shin Bet, dass es sich bei den Verdächtigen um einen Reservisten der Armee und einen Zivilisten handelt. Sie wurden festgenommen, da sie auf Polymarket Wetten über mögliche militärische Einsätze abgeschlossen haben.
„Es wird angenommen, dass diese Wetten auf geheimen Informationen basierten, zu denen die Reservisten über ihre militärischen Aufgaben Zugang hatten“, sagte die Mitteilung.
Die Bekanntmachung kommt nur wenige Wochen, nachdem der israelische Rundfunksender Kan News über den Fall berichtet hatte. Dort hieß es, dass die Sicherheitsbehörden Ermittlungen wegen der möglichen Nutzung von geheimen Informationen im Verteidigungsbereich begonnen haben.
Im Bericht wurde behauptet, dass die Informationen genutzt wurden, um auf Polymarket zu wetten – unter anderem auf den Zeitpunkt des Angriffs Israels auf Iran während des zwölftägigen Krieges im Juni 2025.
Solche Plattformen verzeichnen mittlerweile einen starken Anstieg bei Wetten auf Geopolitik, Krypto, Politik und Sport. Sie werden als Alternativen zu herkömmlichen Glücksspielen beworben. Allerdings ähneln sie im Aufbau sehr den bekannten Wettmärkten.
Nutzer kaufen und verkaufen Anteile, die mit echten Ergebnissen verbunden sind. Die Preise reichen von 0,01 bis 1,00 USD und spiegeln die Wahrscheinlichkeit eines Ergebnisses am Markt wider.
Weil diese Plattformen leicht zugänglich, pseudonym und einfach nutzbar sind, gibt es weiterhin Sorgen über möglichen Insiderhandel oder Fehlverhalten.
Sind Prediction Markets geheime Gewinnmaschinen?
Seit Jahresbeginn sind mehrere Fälle bekannt geworden. Dadurch wird nun diskutiert, ob Menschen mit vertraulichen Informationen diese Plattformen nutzen, um große Gewinne zu erzielen.
Anfang Januar setzten mehrere neue Polymarket-Konten präzise, hohe Wetten auf Verträge, die den Machtverlust des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro vorhersagten.
Diese Wallets erzielten mehr als 630.000 USD Gewinn – nur wenige Stunden, bevor die Berichte über seine Festnahme bekannt wurden.
Eine ähnliche Debatte gab es im Dezember. Ein Polymarket-Nutzer verdiente fast 1 Millionen USD, indem er sehr genaue Wetten auf Googles Jahresrückblick 2025 setzte. Die Genauigkeit führte zu Spekulationen über möglichen Insider-Zugang.
Das Wallet lag außergewöhnlich oft richtig und sagte fast alle Ereignisse korrekt voraus – auch solche mit niedriger Wahrscheinlichkeit. Es gibt aber bislang keinen Beweis für einen internen Zusammenhang.
Insgesamt sorgen diese Vorfälle jetzt für eine noch stärkere Diskussion über die Rolle von Vorhersageplattformen. Kritiker fragen, ob solche Plattformen wirklich Informationen effizient bündeln oder ob damit nicht doch privilegierte, nicht-öffentliche Daten zu Geld gemacht werden.
HBAR vor 4-Mio.-USD-Short-Squeeze – blockiert der Bitcoin-Kurs den Ausbruch?
Der Kurs von Hedera ist in den letzten Tagen gefallen und hat ein abwärts gerichtetes, breiter werdendes Keil-Muster gebildet. Dieses Muster deutet oft auf einen möglichen bullischen Ausbruch hin. HBAR liegt beim Schreiben dieses Artikels bei 0,0923 USD und bleibt damit unter dem Widerstand bei 0,0938 USD.
Obwohl die Chartstruktur Potenzial nach oben anzeigt, entscheidet vor allem die Richtung von Bitcoin, ob ein Ausbruch tatsächlich kommt.
HBAR-Holder stoppen den Verkauf – dreht jetzt der Kurs?
Der Money Flow Index, kurz MFI, zeigt eine bullische Divergenz zur Kursbewegung von HBAR. Während HBAR zuletzt ein tieferes Tief erreicht hat, ist der Wert des MFI gestiegen. Diese Abweichung zeigt, dass der Verkaufsdruck im Hintergrund schwächer wird.
Solche bullischen Divergenzen kommen oft vor einer Trendumkehr bei Krypto vor. Steigen Indikatoren bei gleichzeitig sinkenden Kursen, bedeutet das meist, dass weniger Anleger wirklich verkaufen wollen. Viele Investoren halten sich mit Verkäufen zurück. Dadurch kann sich der Altcoin stabilisieren und versucht vielleicht einen Anstieg.
HBAR MFI. Quelle: TradingView
Kommt es zu einem bestätigten Ausbruch aus dem abwärts gerichteten Keil, könnten viele Short-Positionen aufgelöst werden. Die Daten zu Liquidationen zeigen, dass sich viele Shorts in der Nähe der Marke von 0,1012 USD befinden. Ein Kursanstieg über diese Marke würde wohl Druck auf die Bären ausüben.
Die Liquidationskarte zeigt, dass die meisten Short-Liquidationen bis 0,1012 USD liegen. Übersteigt der Kurs diesen Bereich, könnten etwa 4,34 Mio. USD an Liquidationen ausgelöst werden. Solche Zwangskäufe stärken oft das bullische Momentum und helfen, den Ausbruch bei volatilen Altcoins zu sichern.
HBAR Liquidationskarte. Quelle: Coinglass Bitcoin bleibt ein Problem
Trotz besserer technischer Zeichen bleibt Bitcoin entscheidend. Hedera ist in den letzten Monaten immer stärker mit Bitcoin verbunden. Wenn Bitcoin fällt, folgt HBAR meist dieser Schwäche – egal, wie gut die Ausgangslage von HBAR selbst ist.
Zwischen Juni und Juli 2025 gab es kurz eine Ausnahme: Bitcoin stieg, während HBAR seitwärts lief. Abgesehen davon entwickelten sich die Kurse aber meist gleich. Da die Verbindung jetzt wieder stärker ist, wird es für HBAR schwierig, falls Bitcoin kein bullisches Momentum zeigt.
HBAR-Korrelation zu Bitcoin. Quelle: TradingView Kommt jetzt der Kursausbruch?
Der Kurs steht bei 0,0923 USD und bewegt sich weiter im abwärts gerichteten, breiter werdenden Keil. Der unmittelbare Widerstand liegt bei 0,0938 USD und begrenzt jeden Anstieg. Für einen bestätigten Ausbruch muss HBAR die Marke von 0,1005 USD in Unterstützung verwandeln und zudem klar über 0,1071 USD steigen.
Schafft der Altcoin diese Hürden, spricht das für einen bullischen Ausblick. Außerdem wäre dann der Weg zu 0,1300 USD frei, was die letzten Verluste teilweise ausgleichen könnte. Allerdings bleibt 0,1071 USD das wichtigste Ziel auf kurze Sicht, bevor eine längere Aufwärtsbewegung denkbar wird.
HBAR Kursanalyse. Quelle: TradingView
Im Gegensatz dazu könnte neue Schwäche bei Bitcoin die bullische Annahme zunichte machen. Gelingt kein Durchbruch über 0,0938 USD oder fällt HBAR sogar unter die Unterstützung bei 0,0855 USD, steigt das Risiko weiterer Verluste. Fällt der Kurs auf 0,0780 USD, spricht das für eine anhaltende Seitwärtsphase und würde einen Ausbruch auf später verschieben.
Standard Chartereds vorsichtige Bitcoin-Kurs-Prognose: Darum passt 50.000 USD weiterhin
Der Bitcoin-Kurs bleibt weiter unter Druck. In den letzten 24 Stunden ist er um etwa 1,2 Prozent gefallen und liegt zurzeit bei ungefähr 66.000 USD. Obwohl es immer wieder kurzfristige Erholungen gibt, sieht das große Bild weiterhin schwach aus.
Nun werden sogar große Institutionen bei ihren Vorhersagen für den Bitcoin-Kurs vorsichtiger. Neue On-Chain-Signale und langfristige Halter zeigen, dass das Abwärtsrisiko noch nicht vorbei ist.
Standard Chartered warnt: Schwache ETF- und institutionelle Zuflüsse setzen Zeichen
Standard Chartered hat vor Kurzem bestätigt, dass Bitcoin immer noch auf etwa 50.000 USD fallen könnte, bevor es zu einer echten Erholung kommt. Die Bank sieht aktuell besonders schwache Nachfrage nach ETFs und weniger Beteiligung großer Investoren als Risiken. Schaut man auf aktuelle Marktdaten, passt diese Sichtweise sehr gut dazu.
Im Kursdiagramm ist Bitcoin aus einer Bärenflaggen-Struktur herausgefallen. So eine Bärenflagge sieht man, wenn der Kurs nach einem starken Fall erst seitwärts geht und danach weiter sinkt. Dieses Muster zeigt, dass der Verkaufsdruck weiterhin stark ist, auch wenn es zwischendurch kleine Erholungen gibt.
Zur gleichen Zeit werden die Zeichen für institutionelle Kapitalflüsse schwächer. Der Chaikin Money Flow, oder CMF, misst, ob großes Kapital in den Markt kommt oder hinausfließt. Der Wert ist kräftig gefallen. Jetzt sieht der CMF schlechter aus als während der Korrektur von Januar bis April 2025, als Bitcoin rund 31 Prozent verlor.
Historische BTC-Flüsse: TradingView
Diesmal ist der Rückgang sogar noch stärker. Bitcoin ist bereits fast 38 Prozent vom Höchststand gefallen und der CMF ist schneller gesunken als Anfang 2025. Das bestätigt: Großanleger kommen noch nicht zurück. Ohne bleibende Zuflüsse von Institutionen können kurze Erholungen sich kaum halten.
Im Zeitraum zwischen April und Oktober 2025, als der BTC-Kurs seinen Höhepunkt erreichte, lag der CMF nur wenige Male knapp unter Null. Nun sieht der Rückgang im CMF aber deutlich beängstigender aus.
Deshalb ist es nachvollziehbar, dass Standard Chartered vorsichtig bleibt. Der Bruch im Chart und die schwachen ETF-bezogenen Kapitalflüsse zeigen beide dasselbe Bild. Doch nicht nur institutionelle Schwäche ist ein Problem.
On-Chain-Gewinne und Langzeit-Holder deuten weiter auf Kursverluste hin
Neben ETFs zeigen On-Chain-Daten, dass das Vertrauen der Anleger weiterhin schwach ist.
Ein wichtiger Indikator ist der Netto-nicht-realisiert-Gewinn und -Verlust, kurz NUPL. NUPL misst, wie viel Gewinn oder Verlust Halter durch Vergleich des aktuellen Kurses mit dem letzten Zeitpunkt, zu dem ihre Coins bewegt wurden, haben.
Im April 2024 lag der NUPL-Wert bei fast 0,42. Das deutete auf wenig nicht realisierten Gewinn hin und unterstützte eine Erholung. Jetzt ist NUPL deutlich niedriger. Anfang Februar lag der Wert bei 0,11 und steht derzeit bei etwa 0,17. Das heißt, die Restgewinne aus dem Bullenmarkt sind größtenteils schon verschwunden. Trotzdem zeigt das im größeren Zusammenhang noch nicht, dass der Tiefpunkt erreicht ist.
Bitcoin NUPL: Glassnode
Die Vergangenheit zeigt: Auch ein noch tieferer NUPL-Wert ist möglich. Im März 2023 fiel der NUPL fast auf 0,02, als Bitcoin um die 20.000 USD gehandelt wurde. Das war eine Kapitulation vor der nächsten großen Rallye. Im Vergleich dazu ist der heutige NUPL noch recht hoch. Das spricht dafür, dass der Ausverkauf noch nicht ganz vorbei ist.
Auch das Verhalten von Langzeit-Investoren passt dazu. Langfristige BTC-Halter sind Wallets, die Bitcoin länger als ein Jahr besitzen. Solche Investoren kaufen meist bei Tiefpunkten vermehrt und sorgen so für stabilere Kurse.
Zurzeit sind sie aber immer noch Netto-Verkäufer. Anfang Februar 2025 haben Langzeit-Halter ihre Bestände um mehr als 170.000 BTC reduziert. Beim Höhepunkt der Verkäufe im Februar 2026 lag der Abfluss sogar fast bei 245.000 BTC. Diese Verteilung war stärker als während der Korrektur zwischen Januar und April 2025.
Halter verkaufen: Glassnode
Damals fing die Nachfrage von langfristigen Haltern schon wieder an zu steigen, bevor die Kurse drehten. Heute ist diese Erholung noch nicht zu sehen. Kurz gesagt: Institutionen sind abwartend, die Gewinne werden weniger, und langfristige Halter greifen aktuell nicht ein. Diese Kombination macht eine starke Erholung in nächster Zeit eher unwahrscheinlich.
Darum bleibt die 53.000–48.000-USD-Zone für den Bitcoin-Kurs entscheidend
Da die Grundlagen und die Daten auf der Chain auf fallende Kurse hindeuten, werden die Bitcoin-Kursmarken jetzt besonders wichtig.
Das aktuelle Bärenflaggen-Muster zeigt auf eine breite Unterstützungszone zwischen 53.200 USD und 48.300 USD. Dieser Bereich passt zudem zu wichtigen Fibonacci-Retracement-Marken.
Die Mitte dieser Zone liegt nah bei 50.000 USD. Das ist weiterhin eine wichtige psychologische Marke. Solche runden Zahlen sorgen häufig für viel Kauf- und Verkaufsaktivität. Deshalb gelten sie bei Korrekturen oft als besonders wichtig. Aus diesem Grund passt auch die 50.000-USD-Einschätzung von Standard Chartered gut zur technischen Analyse. Diese Marke ist kein Zufallsziel, sondern liegt genau im wichtigsten Unterstützungsbereich.
Bitcoin-Kursanalyse: TradingView
Wenn der Verkaufsdruck weiterhin anhält und die Zuflüsse bei den ETFs schwach bleiben, könnte der Bitcoin-Kurs diese Zone in den nächsten Monaten testen. Sollte noch mehr Risiko aus dem Markt gehen, könnte der Kurs sogar bis auf 42.400 USD fallen. Das passt unter anderem zu langfristigen Projektionen und alten Unterstützungszonen.
Damit diese bärische Bitcoin-Kursprognose schwächer wird, müsste BTC die Region bei 72.100 USD zurückerobern und sich dort mit viel Volumen und neuen Investments von Institutionen halten. Das wäre ein Zeichen, dass die Nachfrage wieder da ist und das Bärenflaggen-Muster ungültig wurde. Bis jetzt gibt es dafür aber keine Hinweise.
Gold-Volatilität bremst den 6-Mrd.-USD-Anstieg von tokenisiertem Gold nicht
Der Markt für tokenisiertes Gold hat die Marke von 6 Mrd. USD überschritten und wächst weiter stark, obwohl es bei den Preisen für physisches Gold kurzfristige Schwankungen gibt.
Immer mehr Anleger möchten über digitale Lösungen in Sachwerte investieren. Deshalb zählt tokenisiertes Gold zu den wachstumsstärksten Bereichen im gesamten Krypto-Markt.
Tokenisiertes Gold erreicht 6-Mrd.-USD-Marke
Nach Daten von Dune hat sich die gesamte Marktkapitalisierung von tokenisiertem Gold seit Jahresbeginn um mehr als 2 Mrd. USD erhöht. Zum Redaktionszeitpunkt lag der Wert bei 6,12 Mrd. USD.
Mittlerweile lagern mehr als 1,2 Mio. Unzen physisches Gold als Sicherheit für diese digitalen Token. Das zeigt die wachsende Nachfrage nach Gold-Digitalisierung auf der Blockchain.
Markt für tokenisiertes Gold. Quelle: Dune
Tether Gold (XAUT) bleibt der führende Coin in diesem Bereich und hat eine Marktkapitalisierung von 3,5 Mrd. USD. Dieser Wert entspricht mehr als der Hälfte vom gesamten Markt für tokenisiertes Gold.
Laut Daten von Token Terminal stieg die Marktkapitalisierung von Tether Gold innerhalb des letzten Monats um mehr als 50 Prozent. Tether-CEO Paolo Ardoino sagte zuvor, dass sein Unternehmen den Gold-Anteil im eigenen Investment-Portfolio auf 10 bis 15 Prozent erhöhen will.
Tether hat seine Gold-Strategie deutlich beschleunigt. Das Unternehmen kauft mehr Gold als einige Staaten wie Griechenland, Katar und Australien. Im letzten Quartal 2025 kaufte Tether 27 Tonnen Gold für sein Portfolio hinzu.
Zusätzlich hat Tether 150 Mio. USD in die Plattform Gold.com investiert, die sich auf Edelmetalle spezialisiert. Durch diese Transaktion besitzt Tether nun etwa zwölf Prozent von Gold.com.
Durch die Partnerschaft kann Tether XAUT direkt in die Plattform von Gold.com integrieren. Ziel dieser Zusammenarbeit ist es, „den Zugang zu Gold über digitale und klassische Kanäle zu erweitern“.
„Die Unternehmen prüfen ebenfalls Möglichkeiten, wie Kunden physisches Gold mit digitalen Währungen wie USD₮, dem weltweit größten Stablecoin, und USA₮, dem neu gestarteten, regulierten und durch US-Dollar gesicherten Stablecoin, kaufen können“, schrieb Tether.
Tether hat außerdem Scudo gestartet. Diese Einheit steht für ein Tausendstel eines XAUT (Goldunze).
PAX Gold (PAXG) von Paxos steht an zweiter Stelle. Die Marktkapitalisierung liegt bei 2,3 Mrd. USD nach einem Anstieg von 33,2 Prozent im letzten Monat. Insgesamt sorgen XAUT und PAXG für einen Großteil der Aktivität auf dem Markt für tokenisiertes Gold.
Gold-Kurs schwankt nach Allzeithoch
Der starke Anstieg von tokenisiertem Gold fällt mit der Rekordrallye am Goldmarkt zusammen. Trotzdem gibt es in letzter Zeit deutliche Kursschwankungen.
Marktdaten zeigen: Nachdem das Allzeithoch von 5.602 USD pro Unze am 29. Januar erreicht wurde, brach der Gold-Kurs am 2. Februar stark auf 4.402 USD ein.
Danach erholte sich der Kurs zum Teil, geriet allerdings gestern wieder unter Druck. BeInCrypto hat berichtet, dass der Spot-Preis für Gold um mehr als drei Prozent und für Silber um über zehn Prozent fiel – unter anderem durch zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit.
Gold-Kursentwicklung. Quelle: TradingView
Beim Verfassen dieses Artikels lag der Goldpreis bei 4.967 USD pro Unze und damit 1,21 Prozent höher als vor 24 Stunden.
Bitcoin fällt diesen Monat um 30 Prozent – rätselhafte Wal-Bewegung sorgt für Aufsehen
Bitcoin (BTC) fällt weiter. In den letzten 24 Stunden ist der Coin um 1,39 Prozent gesunken. Damit liegt der Verlust im aktuellen Monat nun bei über 30 Prozent.
Auch wenn der breite Bärenmarkt der Hauptgrund für die Schwäche ist, zeigen neue On-Chain-Signale, dass die Aktivitäten von großen Walen den Kursverlust von Bitcoin verstärken könnten.
Wal-Aktivität schürt Sorge vor kurzfristiger Bitcoin-Kurs-Volatilität
Die Blockchain-Analysefirma Lookonchain teilte auf X (früher Twitter) mit, dass die Einzahlungen eines Wals (3NVeXm) mit den Kursrückgängen von Bitcoin zusammenfallen. Laut Daten von Arkham begann der Wal vor drei Wochen damit, Bitcoin zu Binance zu schicken – anfangs in kleinen Mengen.
Doch diese Aktivitäten nahmen diese Woche stark zu. Am 11. Februar transferierte der Wal 5.000 BTC zu der Börse. Heute kamen noch einmal 2.800 Coins dazu.
Transfers von Wal 3NVeXm Bitcoin. Quelle: Arkham
Lookonchain meint, das Timing dieser Einzahlungen könnte die kurzfristige Kursentwicklung beeinflussen.
„Jedes Mal, wenn er BTC einzahlt, fällt der Kurs. Gestern habe ich gewarnt, als er eine Einzahlung gemacht hat – kurz danach fiel der Kurs von Bitcoin um über 3 Prozent”, steht im Beitrag.
Nach aktuellen Daten hat die Adresse immer noch 166,5 BTC im Wert von über 11 Mio. USD. Große Einzahlungen auf Börsen werden oft als Zeichen für einen bevorstehenden Verkauf gesehen. Viele Anleger verschieben Krypto auf Marktplätze, um sie zu verkaufen oder ihre Positionen abzusichern.
Auch wenn eine Verbindung nicht immer Kausalität bedeutet, könnten das Ausmaß und der Zeitpunkt dieser Transfers den Verkaufsdruck in einem sowieso schon schwachen Markt erhöht haben. In sensiblen Phasen verstärkt alleine die Angst vor Wal-Verkäufen schnelle Kursrückgänge, da Trader auf On-Chain-Signale achten und ihre Positionen anpassen.
Kapitulationssignale zeigen erhöhten Druck am Markt
Die Transfers passieren in einer Zeit mit starker Schwäche im Bitcoin-Markt. Ein Analyst erklärt, dass die realisierten Verluste von Bitcoin auf 2,3 Mrd. USD gestiegen sind.
„Das gehört zu den drei bis fünf größten Verlustereignissen jemals. In der Geschichte von Bitcoin gab es nur wenige Momente mit so starkem Ausstieg,” steht in der Analyse.
Realisierte Verluste von Bitcoin. Quelle: CryptoQuant
Der Analyst sagt zudem, vor allem Kurzzeithalter – also diejenigen, die ihre Coins weniger als 155 Tage halten – seien für die aktuelle Kapitulation verantwortlich. Wer BTC zwischen 80.000 und 110.000 USD gekauft hat, realisiert nun große Verluste. Das bedeutet, überhebelte Kleinanleger und schwache Hände verlassen gerade ihre Positionen.
Im Gegensatz dazu sind Langzeithalter wohl nicht hauptverantwortlich für diese Verkaufswelle. Diese Gruppe hält ihre Coins laut Historie meistens auch durch größere Rückgänge hindurch.
„In der Vergangenheit sorgten solche Extremsituationen beim Verlust oft für eine Erholung. Das sehen wir nun auch: Nach der Kapitulation ist Bitcoin von 60.000 USD auf 71.000 USD gestiegen. Dennoch könnte das erst der Anfang eines längeren und langsamen Rückgangs sein. Entlastungsrallyes gibt es auch im langen Bärenmarkt”, sagt der Analyst.
BeInCrypto berichtete bereits über mehrere Signale, die zeigen, dass BTC noch am Anfang einer größeren Bärenphase stehen könnte. Dadurch besteht weiter Abwärtsrisiko. Die CryptoQuant-Analysten nennen das 55.000-USD-Level als den realisierten Preis von Bitcoin. Dieser Wert war in der Vergangenheit oft der Boden eines Bärenmarkts.
In den letzten Zyklen notierte Bitcoin 24 Prozent bis 30 Prozent unter dem realisierten Preis, bevor sich der Kurs stabilisiert hat. Aktuell liegt Bitcoin noch über dieser Marke.
Wenn sich Bitcoin der Zone seines realisierten Preises nähert, gab es bisher meistens eine längere Seitwärtsphase, bevor eine Erholung kam. Manche Analysten meinen, dass ein stärkerer Rückgang in Richtung unter 40.000 USD einen klareren Boden bringen könnte.
Polymarket verwandelt die Bitcoin-Volatilität in blitzschnelle 5-Minuten-Wetten
Die Vorhersageplattform Polymarket hat vor Kurzem eine neue Funktion gestartet. Man kann jetzt alle fünf Minuten darauf wetten, wie sich der Kurs von Kryptowährungen bewegt.
Dieses Ereignis zeigt, dass immer mehr Trader und Investoren sofortige Daten zur Stimmung im Krypto-Markt wollen.
Echtzeit-Stimmung bestimmt kurzfristige Verträge
Im Moment gibt es dieses neue Markt-Angebot nur für Bitcoin. Allerdings soll es bald auch für andere große Altcoins kommen.
Der Kurs passt sich ständig an und spiegelt dabei die Marktstimmung und die aktuellen Bewegungen wider. Alle Trades werden auf der Chain gemacht. So sind sie transparent und sicher.
Die neue Funktion richtet sich an Daytrader und Krypto-Fans, die ein schnelles Erlebnis suchen. Weil der Bitcoin-Kurs zuletzt gefallen ist, sind die Schwankungen noch stärker geworden. Das sorgt zudem für eine noch größere Kurzzeit-Volatilität.
Das Angebot baut auf schon bestehenden Verträgen mit unterschiedlichen Laufzeiten auf. Man kann dort zum Beispiel mit 15-Minuten-, Stunden- oder 4-Stunden-Zeiträumen handeln. Hinzu kommt, dass Vorhersagemärkte gerade sehr schnell wachsen, denn einzelne Umfragen haben mittlerweile ein Handelsvolumen von mehreren 100 Mio. USD.
Außerdem gibt es immer mehr Sorgen, ob diese Plattformen nicht vom eigentlichen Ziel und Nutzen von Krypto ablenken.
Marktschwäche treibt Wetten in die Höhe
Unter den vielen Umfragen bei Vorhersage-Plattformen wie Polymarket und Kalshi geht ein großer Teil um Krypto-Wetten. Besonders häufig möchten die Trader wissen, wie sich der Kurs von wichtigen digitalen Vermögenswerten in der Zukunft entwickelt.
Das Interesse an solchen Wetten ist in den letzten Monaten stark gestiegen.
Allein zum Bitcoin-Kurs im Februar wurden viele Mio. USD gehandelt. Hinzu kommen sehr beliebte Verträge zu Ethereum, XRP und Solana.
Diese Vorhersagen werden immer beliebter, weil der Krypto-Markt insgesamt an Schwung verliert. In diesem schwankenden Umfeld wollen viele Trader von der Volatilität profitieren und setzen darum kurzfristig auf steigende oder fallende Kurse.
Obwohl viele Umfrage-Wetten für mehr Handel sorgen, fließt dadurch mehr Geld weg von den eigentlichen Grundlagen und Zielen des Krypto-Marktes.
Statt sich vor allem mit echten Anwendungen und neuer Technik zu beschäftigen, reden jetzt viele nur noch über Wahrscheinlichkeiten und die Positionen der Masse.
Mit der neuen Fünf-Minuten-Wettfunktion verstärkt Polymarket diesen Trend noch mehr.
Wenn Wetten auf Kurse mehr Geld anziehen als langfristige Investitionen, könnte sich der Krypto-Markt immer öfter nur noch um schnelle Kursbewegungen statt um echten Wert drehen.