Was bedeuten die Begriffe Maker und Taker?
Binance
2021-05-04 02:54
Wenn du dir unsere Gebührenstruktur ansiehst, wird dir auffallen, dass die Gebühren davon abhängig sind, ob man bei einem Trade als Maker oder als Taker agiert. Für VIP-Stufen höher als 0 fallen für Maker geringere Gebühren an als für Taker. Sowohl Maker wie auch Taker spielen eine wichtige Rolle, was das Orderbruch einer Börse betrifft.
In einfachen Worten ausgedrückt:
  • Maker tragen Liquidität zu einer Börse bei und schaffen einen Markt für ein Asset.
  • Taker entfernen Liquidität, indem sie offene Orders auf der Börse erfüllen.
In der Regel bieten Börsen Anreize für Maker in der Form von niedrigeren Gebühren für ihre Orders, damit diese Liquidität beitragen. Schauen wir uns die beiden Rollen etwas genauer an.

Taker:

Wenn du eine Order aufgibst, die sofort ausgeführt wird, ohne dass sie zuvor ins Orderbuch aufgenommen wird, dann agierst du als Taker. Das gilt unabhängig davon, ob du eine Order nur teilweise oder vollständig erfüllst.
Trades aus Market-Orders sind immer Taker, da Market-Orders nicht ins Orderbuch aufgenommen werden. Solche Trades „nehmen“ Volumen aus dem Orderbuch weg und werden daher als Taker („Nehmer“) bezeichnet.
Limit-Orders der Varianten „Immediate Or Cancel“ (IOC) oder „Fill Or Kill“ (FOK) (über API verfügbar) sind ebenso immer Taker.

Maker:

Wenn du eine Order aufgibst, die vollständig oder teilweise in das Orderbuch aufgenommen wird (z.B. eine Limit-Order, die über die Handelsoberfläche auf Binance.com aufgegeben wird), wird deine Order für alle nachfolgenden Trades, die aus ihr entstehen, als Maker gelten.
Solche Orders tragen Volumen zum Orderbuch bei und helfen dadurch, den „Markt zu machen“. Daher werden sie als Maker („Macher“) für daraus entstehende Trades bezeichnet.
Hinweis: Es ist möglich, dass eine Limit-„Good 'Til Cancelled“-Order (GTC) (zugänglich über die API) Trades als Taker wie auch als Maker ausübt.
Weitere Einzelheiten zu diesem Thema findest du im Artikel Market-Maker und Market-Taker erklärt.